Live-Kontakt zur ISS

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Astro-Alex funkt aus dem All mit Neustrelitz (mit Video)

Über eine Leinwand verfolgten die Schüler die Flugbahn der ISS.
Über eine Leinwand verfolgten die Schüler die Flugbahn der ISS.
Alexander Block

Astronaut Alexander Gerst, der zur Zeit auf der ISS ist, funkte am Sonnabend mit Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern. Diese bekamen überraschende Antworten.

Rund zwölf Minuten dauerte der Funkkontakt am Sonnabend zwischen Astronaut Alexander Gerst und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz. 20 Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg stellten Gerst in dieser Zeit Fragen zum Leben und Alltag auf der Internationalen Raumstation (ISS).

Gerst beantwortete jede Frage kurz und knapp und erklärte den Schülern unter anderem, dass er seine Freizeit auf der ISS am liebsten damit verbringt aus dem Fenster zu schauen. Die meiste Zeit verbringt Astro-Alex aber mit Experimenten. Über 300 absolviert er in dem halben Jahr, in dem er auf der Raumstation ist.

Mehr Sport als auf der Erde

Zum schmunzeln brachte er die Schüler, als er auf die Frage, wo er sich in zehn Jahren beruflich sieht, mit „Auf dem Mond“ antwortete. Einen Schüler interessierte wie lange Gerst brauche um auf der Erde nach dem Aufenthalt im All wieder fit zu werden. „Ich bin hier oben fitter als auf der Erde“, erklärte Astro-Alex”. „Ich mache hier jeden Tag zweieinhalb Stunden Sport um die Muskeln zu erhalten. Das ist mehr als auf der Erde.“

Der Funkkontakt zur ISS, der mithilfe von Amateuerfunkern hergestellt wurde, dauerte nicht länger als zwölf Minuten. Das entspricht der Zeit in der die ISS über Neustrelitz flog. Der Kontakt verlief störungsfrei, sodass Gerst auf alle Fragen antworten konnte.

Workshops und Experimente

Für die Schüler war es ein großartiges Erlebnis. „Ich fand es toll einmal einem Astronauten eine Frage zu stellen“, sagte die Neustrelitzer Schülerin Clara Kamischke.

Um sich auf den großen Tag vorzubereiten, absolvierten die Schüler aus Neustrelitz, Feldberg, Wesenberg, Neubrandenburg, Parchim, Nauen und Birkenwerder zuvor schon Workshops zum Thema Raumfahrt und führten selbst einige Experimente durch.