KULTURQUARTIER ZEIGT SONDER-AUSSTELLUNG

Auch Goethe schätzte das Strelitzer Kupferstecher-Genie

Der Reproduktionsgrafiker Ferdinand Ruscheweyh war zu seiner Zeit ein gefragter Mann, ist heute fast vergessen. Nun Wochen werden seine Arbeiten in Neustrelitz gezeigt.
Gezeigt werden grafische Werke aus dem Bestand des Kulturquartiers und aus einer Berliner Privatsammlung.
Gezeigt werden grafische Werke aus dem Bestand des Kulturquartiers und aus einer Berliner Privatsammlung. Kulturquartier
Im Neustrelitzer Kulturquartier ist ab morgen eine neue Ausstellung zu sehen– eine Premiere sozusagen.
Im Neustrelitzer Kulturquartier ist ab morgen eine neue Ausstellung zu sehen– eine Premiere sozusagen. Susanne Böhm
Neustrelitz ·

Ferdinand Ruscheweyh (1780 – 1846) war ein bedeutender und dennoch weitestgehend unbekannter Kupferstecher aus Neustrelitz. Erstmals widmen das Kulturquartier und der Ruscheweyh-Kenner Sebastian Prüfer diesem Künstler eine eigene Ausstellung. Zur Vernissage von „Ferdinand Ruscheweyh – das Kupferstecher-Genie von Mecklenburg“ wird am Freitag, 15. Oktober, um 16 Uhr ins Kulturquartier in die Schlossstraße nach Neustrelitz eingeladen.

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Die Sonderausstellung gibt einen Einblick in das künstlerische Schaffen Ferdinand Ruscheweyhs und seiner Familie. Gezeigt werden grafische Werke aus dem Bestand des Kulturquartiers und aus einer Berliner Privatsammlung, unter anderem Ruscheweyhs berühmter Faust-Zyklus nach Zeichnungen von Peter Cornelius.

Der Strelitzer Kupferstecher war vor allem als Reproduktionsgrafiker ein gefragter Mann, denn er kopierte und verbreitete sowohl Kunstwerke vergangener Zeiten als auch Werke bildender Künstler seiner Zeit. Sowohl Künstler-Zeitgenossen als auch Geistesgrößen, wie Johann Wolfgang von Goethe schätzten die große Meisterschaft des Neustrelitzers. Ein Freund Ruschewehys nannte ihn gar „das Kupferstecher-Genie von Mecklenburg“.

Die Sonderausstellung ist vom 15. Oktober bis zum 5. Dezember, immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im Sonderausstellungsraum des Kulturquartiers zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung zur Eröffnung ist nicht erforderlich. Am 6. November findet um 19 Uhr ein Ruscheweyh-Abend mit kleinem Vortrag von Dr. Sebastian Prüfer und musikalischer Begleitung statt.

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