STADTENTWICKLUNG

Auch Mirow will einen Citymanager anstellen

Das Schweriner Wirtschaftsministerium möchte die Innenstädte im Land beleben und fördert Citymanager. So eine Stelle soll nun auch Mirow bekommen.
Gesucht wird demnächst eine Person, die sich von Ost nach West sowie von Nord nach Süd in Mirow bestens auskennt und
Gesucht wird demnächst eine Person, die sich von Ost nach West sowie von Nord nach Süd in Mirow bestens auskennt und vernetzen kann. Die Stadt will einen Citymanager haben (Archivbild). Tobias Lemke/Archiv
Mirow ·

Die Stadt Mirow will sich um Fördermittel aus dem Sofortprogramm des Landes zur Belebung der Innenstädte bemühen. Konkret geht es um Geld, mit welchem eine 20-Stunden-Stelle für einen Citymanager geschaffen werden könnte. 80 Prozent der Personalkosten für zwei Jahre und ein zusätzliches Aktivierungsbudget könnten nach Mirow fließen.

CDU-Stadtvertreterin Martina Heyden-Smentek hatte die Projektidee am Dienstagabend bei der Mirower Stadtvertretung vorgestellt. „Wir haben Beiräte und ehrenamtlich Engagierte, aber es gibt keine Person, die sich um all die Dinge mal richtig kümmern kann“, erklärte sie. Der aktuelle Projektaufruf des Landeswirtschaftsministeriums sei zuletzt noch mal bis Mitte Oktober verlängert worden, nur deshalb habe die Stadt überhaupt noch mal die Chance auf die Mittel.

Zwei Jahre Geld vom Land für das Projekt

Zusätzlich attraktiv sei das Programm, da es noch ein sogenanntes Aktivierungsbudget von 40 000 Euro obendrauf gibt. Das Geld hätte dann ein Citymanager, der aber erst noch gefunden werden muss, zur Verfügung, um Dinge anzuschieben, erklärt Heyden-Smentek. Die Stadtkasse von Mirow hätte zunächst zwei Jahre lang lediglich 4000 Euro pro Jahr zu tragen.

AfD-Mann Stefan Räder wolle für Mirow keinen Citymanager haben, machte er in einer kurzen Diskussionrunde klar. Man müsse nur nach Neustrelitz blicken, wo das Vorhaben gescheitert sei, die Stadt den Posten nun nicht mehr besetzen wolle, begründete er seine Ablehnung. Ganz sattelfest war Räder in seiner Argumentation da allerdings nicht. „Neustrelitz will natürlich weiterhin einen Citymanager haben, nur hatte es keine geeigneten Bewerber um den Posten gegeben“, berichtigt ihn Bürgermeister Henry Tesch (CDU).

„Es geht uns um einen guten Vernetzer“

Heyden-Smentek betonte, dass man in Mirow nicht den Fehler machen wolle, die Anforderungen an einen Bewerber derart hochzuschrauben, sodass sich am Ende keiner findet. „Es geht uns um einen guten Vernetzer, der Schnittstelle für Gewerbe und Tourismus sein kann“, warb sie um Zustimmung. Die Chance, dass es wirklich klappt, würde ganz gut aussehen. So sei aus Richtung der Fördermittelgeber bereits signalisiert worden, dass es nicht allzu viele Einreichungen aus dem Land geben werde. Für eine gute Idee hält Karlo Schmettau (FDP) den Stadtkümmerer für Mirow. Die Stadt vergebe sich nichts, wenn sie versuche, die Mittel einzuwerben, nur wenn sie es nicht versuche.

Der Citymanager für Mirow bekam schließlich eine knappe Mehrheit im Gremium. Sieben Stadtvertreter stimmten für die Beantragung von Fördermitteln, sechs waren dagegen bei einer Enthaltung.

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Kommentare (1)

Die AfD in Persona dieses Herrn in Mirow zeigt mal wieder Ihren begrenzten Horizont! Hauptsache "Contrakurs", und dann noch nicht mal auf "Ballhöhe"! Nun gehört dieses Thema nicht grad zur Kernkompetenz der Partei! Also einfach besser vorbereiten, und nicht den Eindruck erwecken das man obsolet ist!