UNWETTER

Aufräumarbeiten nach der Windhose bei Feldberg dauern an

Während eines Unwetters zu Wochenbeginn auf einem Teilstück der L 34 zwischen Feldberg und Möllenbeck ist ein Baum umgefallen und sind Äste niedergekracht. Nun müssen die Schäden beseitigt werden.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Hartmut Wackeroth und Herbert Müller (von links) vom Forstbetrieb Heydenholz aus Behrenhoff zeigen die Überreste von Ästen,
Hartmut Wackeroth und Herbert Müller (von links) vom Forstbetrieb Heydenholz aus Behrenhoff zeigen die Überreste von Ästen, die zwischen Möllenbeck und Feldberg aus Kastanien an der L 34 geholt wurden. Dort hatte sich vor ein paar Tagen eine Windhose ausgetobt. Marlies Steffen
Mehrere Bäume waren schon vor wenigen Tagen gefällt worden, noch bevor die Windhose über die L 34 fegte. Auch jenseits der
Mehrere Bäume waren schon vor wenigen Tagen gefällt worden, noch bevor die Windhose über die L 34 fegte. Auch jenseits der Straße fielen Bäume und mindestens ein Hochsitz um. Marlies Steffen
Feldberg.

Es ist auffällig: Vor allem die Kastanien hat es in dieser Woche an der Baumallee auf der L 34 zwischen Möllenbeck und Feldberg getroffen. Eine Windhose mit Hagel und Starkregen im Schlepptau fegte am Montag über den Bereich zwischen dem Abzweig nach Koldenhof und dem nach Weitendorf hinweg. Ein Baum fiel um und jede Menge großer Äste stürzten außerdem auf die Fahrbahn.

Es war eines jener lokal sehr begrenzten Unwetter, die es immer wieder gibt. Schon im nur wenige Kilometer entfernten Feldberg hatte es zu dieser Zeit kaum geregnet. Hinter dem Abzweig nach Koldenhof hinterließ das Unwetter indessen nicht nur an der Straße Schäden. Auch an Feldwegen stürzten Bäume um, sogar einen Hochsitz am Feldrand riss der Sturm um. Glück im Unglück: Die Straßenmeisterei hatte wenige Tage zuvor drei als nicht mehr verkehrssicher bewertete Bäume gefällt. Sonst wäre das Schadensausmaß womöglich noch drastischer ausgefallen

Alleebäume werden begutachtet

Noch bis heute werden im Auftrag des Straßenbauamtes Neustrelitz die Alleebäume begutachtet, um potenzielle Abstürzler ausfindig zu machen. Diese Bäume werden ausgeastet. Es ist nicht wenig Holz, das die Mitarbeiter einer Baumpflegefirma aus Behrenhoff – ein Ort zwischen Gützkow und Greifswald – nach unten holen. „Man sieht dem Holz an, dass die Kastanien ihre besten Jahre hinter sich haben“, verdeutlicht Firmenmitarbeiter Herbert Müller und zeigt auf das staubtrockene Holz.

Dass an den Bäumen der zweite trockene Sommer in Folge und außerdem die sattsam bekannte Miniermotte zehrt, dürfte auch den Autofahrern nicht entgehen, die dieser Tage auf der L 34 unterwegs sind. Die Raupen der Motte haben die Blätter einiger Bäume bereits mit ihren Fraßgängen geschwächt, Blätter haben sich braun verfärbt, eingerollt und sind nach unten gefallen, während die Früchte einsam oben übrig bleiben.

Mittlerweile 70 Jahre alte Kastanien

Die Kastanien sind mittlerweile um die 70 Jahre alt, die Ahorn-Bäume in diesem Bereich auf der anderen Seite der Straße sind deutlich jünger. Sie wurden vor etwa 20 Jahren gepflanzt, heißt es aus dem Straßenbauamt Neustrelitz. Zudem habe es regelmäßig Nachpflanzungen gegeben.

Nach dem Ende der Aufräumarbeiten wird es vorerst voraussichtlich keine weiteren Fällungen geben. Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, verweist auf Nordkurier-Nachfrage auf zweimal jährlich stattfindende Begutachtungen, die jeweils bei belaubtem und in unbelaubtem Baumzustand stattfinden. Vor deren Hintergrund sind auch die drei Baumfällungen zu sehen, die es kurz vor dem Unwetter gegeben hatte. Im Herbst würden die Bäume erneut gründlich unter die Lupe genommen. Danach werde weiter entschieden. Für die gefällten Bäume gebe es Ersatzpflanzungen. Allerdings würden diese nicht immer an der gleichen Stelle erfolgen. Kastanien seien heutzutage allerdings keine attraktiven Straßenbäume mehr, verdeutlichte Jens Krage. Dies nicht nur wegen eines möglichen Miniermotten-Befalls, sondern auch wegen der herabfallenden Früchte.

Bei dem Unwetter am Montag war glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen. Feuerwehrleute aus Quadenschönfeld, Carpin und Feldberg waren im Einsatz, um das herabgestürzte Holz von der Straße zu räumen. Kurzzeitig hatte sich der Verkehr auf diesem Abschnitt der L 34 gestaut.

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