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Aufsteller für touristisches Leitsystem zu teuer

Die Stadt Woldegk und die Feldberger Seenlandschaft wollen touristisch besser zusammenarbeiten. Auf dem Weg dahin gibt es aber Schwierigkeiten.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Radeln im Urlaub macht Spaß. Aber ein Ziel zu haben und zu wissen, was man sich unterwegs alles anschauen kann, ist genauso wichtig. Dafür sollte es rund um Woldegk und in der Feldberger Seenlandschaft Hinweisschilder geben (Symbolbild).
Radeln im Urlaub macht Spaß. Aber ein Ziel zu haben und zu wissen, was man sich unterwegs alles anschauen kann, ist genauso wichtig. Dafür sollte es rund um Woldegk und in der Feldberger Seenlandschaft Hinweisschilder geben (Symbolbild). © Christian Schwier - Fotolia
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Feldber/Woldegk.

Das gemeinsame Tourismus-Leitsystem für Woldegk und die Feldberger Seenlandschaft wird zuerst nur in abgespeckter Form auf den Weg gebracht. Wie es auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft hieß, sollen in Woldegk in einem Geschäft der Gemeinnützigen Werkstätten und in der Feldberger Tourist-Information Touch-Screen-Geräte aufgestellt werden, die jeweils auf touristische Angebote in den anderen Kommunen hinweisen.

Kosten höher als geplant

Zudem sollten in beiden Kommunen zahlreiche Aufsteller errichtet werden. Bei einer Ausschreibung dazu habe sich allerdings nun herausgestellt, dass die Kosten für die Aufsteller deutlich höher als geplant ausfallen. In der Sitzung der Gemeindevertretung machten sogar die Worte „exorbitant hohe Kosten“ die Runde. So würden vorerst nur die beiden digitalen Geräte angeschafft. Für die Aufsteller soll die Ausschreibung wiederholt werden. Ursprünglich war vorgesehen, in Ortsteilen der Stadt Woldegk und an acht Stellen der Feldberger Seenlandschaft Informationstafeln mit Karten über beide Regionen zu errichten. Insgesamt sollten Nordkurier-Information zufolge 30 Tafeln aufgestellt werden.

Gemeinsam im Netzwerk

Der Beschluss zur Zusammenarbeit der Feldberger Seenlandschaft und der Stadt Woldegk stammt bereits aus dem Jahr 2016. Bereits aufgestellt wurden in beiden Kommunen Schilder, die jeweils auf die andere Gemeinde hinweisen.

Beide Kommunen arbeiten auch in dem Netzwerk „Da! Sein! — Leben im ländlichen Raum in der Mecklenburger Seenplatte”, das es seit dem Jahr 2011 gibt, zusammen.

Für die jetzt beabsichtigten Anschaffungen stehen Fördermittel aus dem Europäischen LEADER-Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Verfügung. Besonders der Tourismus im Raum Woldegk hat noch Nachholebedarf. Hier gilt die Infrastruktur nicht als ausreichend entwickelt. Das gilt beispielsweise für die höchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns, die Helpter Berge. Hier ist weder Wegführung noch Ausschilderung bislang optimal.

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