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Aus dem "Kellerreich" ans Museumslicht

Nach einer "Pferde-Phase" wählt Heinz Moser jetzt vorzugsweise Motive seiner Heimatstadt.
Nach einer "Pferde-Phase" wählt Heinz Moser jetzt vorzugsweise Motive seiner Heimatstadt.
Anke Goetsch

Gemalt hat Heinz Moser schon, als er noch als Werbegrafiker arbeitete. Keine Frage, dass der heute 77-Jährige auch bei der 1. Laienkunstausstellung im Neustrelitzer Museum dabei sein will.

Eigentlich ist das Haus von Heinz Moser in der Neustrelitzer Adolf-Friedrich-Straße eine große Galerie. Es gibt wohl kaum eine Ecke, die nicht mit seinen Bildern geschmückt ist. Als er in den Vorruhestand ging, entdeckte der heute 77-Jährige seine Leidenschaft für Holzschnitzereien und die Malerei. Keine Frage, dass er sich auch beteiligt am Laienkunst-Wettbewerb „Mein Mecklenburg-Strelitz – hier und jetzt“, dessen Ergebnisse ab 15. Dezember im Museum der Stadt gezeigt werden.

Künstlerisches Verständnis brauchte Heinz Moser schon in seinem Berufsleben als Gebrauchswerber und Werbegrafiker. Unzählige Entwürfe für die Schaufenstergestaltung hat er entwickelt und Werbemittel gestaltet. Nebenbei fertigte er Plakatentwürfe und Reinzeichnungen im Siebdruckverfahren für Kultureinrichtungen der Stadt. Gelegentlich malte er auch früher schon und besuchte einen Grundkurs bei dem Künstler Gerd Gombert.

Heute zieht sich Moser fast täglich für zwei Stunden in sein „Kellerreich“ zurück, um dem Hobby zu frönen. Seine Malweise bezeichnet er selbst als gegenständlich und fotorealistisch. Denn keinesfalls ist der Hobbykünstler mit Skizzenblock und Stift in der Natur unterwegs, sondern mit dem Fotoapparat. Als Vorlage dienen ihm Fotografien ebenso wie alte Postkarten oder eine fantasievolle Grafik, die er am Computer entworfen hat. Derzeit arbeitet Heinz Moser eng mit dem Strelitzer Heimatverein zusammen. Nach alten Postkarten geben seine Acrylbilder Einblicke in das Leben in Strelitz.

Für die Laienkunstausstellung „Mein Mecklenburg-Strelitz – hier und jetzt“, die der Neustrelitzer Seniorenrat gemeinsam mit städtischen Partnern vorbereitet, können sich noch Hobbykünstler mit Arbeiten aus den Bereichen Malerei und Grafik oder Skulpturen und Angewandte Kunst (Kunstgewerbe) bewerben. Anmeldeformulare gibt es unter anderem im Museum in der Schlossstraße 3.