„BULLY” UNTERWEGS

Ausgebrochenes Rind im Müritz-Nationalpark gesichtet

Seit Wochen ist ein ausgebrochenes Hochlandrind im Müritz-Nationalpark unterwegs. Nun wurde es wieder gesehen. Wird es gefährlich, droht ihm der Abschuss.
Diese Fotos sind am Dienstagabend gegen 17 Uhr entstanden. Sie zeigen das ausgebüxte Hochlandrind.
Diese Fotos sind am Dienstagabend gegen 17 Uhr entstanden. Sie zeigen das ausgebüxte Hochlandrind. Hubert Frank
Kratzeburg.

Am Dienstag wurde erneut das ausgebüxte Hochlandrind „Bully” im Müritz-Nationalpark gesichtet. Der Neustrelitzer Hubert Frank hat das Rind am Dienstagabend gegen 17 Uhr auf der Hauptstraße von Kratzeburg nach Dambeck beobachtet und ein Foto aufgenommen. Er war bis auf fünf Meter an das Rind herangekommen. „Es war sehr ruhig und hatte kaum Angst”, sagt Frank. Der Bulle ist danach auf eine naheliegende Wiese gegangen.

Frank, der das Rind auch shcon am Wochenende gesehen hatte, rief abermals die Polizei, die noch am Dienstag mit einem Streifenwagen ausrückte. Auf Nachfrage hieß es aber im Polizeipräsidium Neubrandenburg, dass die Beamten das Tier nocht mehr finden konnten. Würden Polizisten das Hochlandrind finden, dann müssten sie einen Jäger hinzuziehen. Dieser würde dann die Lage beurteilen und im zweifel entscheiden, ob das Tier abgeschossen werden muss, erklärte ein Polizeisprecher. „Seit dem Wochenende sind regelmäßig Anrufe mit Hinweisen gekommen”, sagt er. Bully ist aber noch immer unterwegs.

Seit Oktober unterwegs

Seit Oktober streift „Bully” durch den Müritz-Nationalpark, das Hochlandrind war auf einer Koppel in Pieverstorf ausgebüxt. Es hatte Angst vor zwei Kälbern. Die Polizei hatte bereits am Wochenende Autofahrer und Passanten um besondere Vorsicht gebeten. Wer das Rind sieht, solle die 110 wählen.

Dass das Tier auf seinen Streifzügen durch den Nationalpark Spaziergängern gefährlich werden könnte, sei eher unwahrscheinlich, sagte bereits der Halter von „Bully”, Norbert Winterberg. „Bully ist an Menschen gewöhnt, er hat mir aus der Hand gefressen.“ Die größte Gefahr bestehe darin, dass „Bully” einem Auto in die Quere kommt. Sein Halter hofft, dass das Tier lebend eingefangen werden kann.

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