Ort an einem Sumpf
Babke 1257 zum ersten Mal erwähnt

Der vermutliche Burg- und Stadtgründer Wesenbergs, Fürst Nikolaus von Werle, ließ am 6. Januar 1257 für das Kloster Dargun eine Urkunde aufsetzen, nach der er den Zisterziensern Dalmsdorf übereignet.

Zugleich bestätigte er den frommen Darguner Brüdern den Kauf ihrer Dörfer Werden (Kratzeburg), Techentin (untergegangen), Blankenförde und Granzin. In diesem Schriftstück werden die Grenzen der fürstlichen Schenkung akkurat ausgewiesen. Unter anderem ist ein Weg als Begrenzung genannt, (que etiam via terminus est inter Granzin et Babic), der auch Grenzweg zwischen Granzin und Babke ist. Somit könnten die Einwohner Babkes das 745. Jubiläum der schriftlichen Ersterwähnung ihres Dorfes für das Jahr 2002 vorbereiten.

Alt genug ist ihr Ort, der nach früherer Deutung auf den altslawischen Begriff * baba (die Alte, Alten) zurückgehe. So Paul Kühnel (1818), auch Georg Krüger (1921) und nicht zuletzt Julius Bilek (9154), der sogar in der Jahreszahl der Erstbeurkundung verblüfft: „Babke (1347 Babeke, MUB 6761, = Babky (id.po. Babki) = Babka (Familie B.); = Weiblein, Mütterchen.“‹‹ „Dorf der Alten“ ››Ein „Dorf der Alten“, oder eines alten Mütterchens erscheint als Namensgebung für das 12./13. Jahrhundert nun doch fraglich. „Babic“ (1257) lehnte Bilek ab oder vergaß es. Dem entgegen steht mit größter Akzeptanz die Deutung von Dr. Cornelia Willich (Berlin). Sie sieht in dem Ortsnamen Babke eine recht naheliegende Erklärung. Babke gehört zu den Naturnamen im Stargarder Land und leitet sich von *baba = Sumpf, morastige Stelle ab, wie auch Drögen, früher im Fürstenberger Amt, von *zdroj (Quelle) zu erklären ist.

Babke, also „Ort an einem Sumpf“, heißt 1347 „Babeke“, auch in Hoinckhusens Karte (um 1700) findet sich der Einschub, desgleichen in der Mecklenburgkarte von 1809, die in Nähe des Jäthen-Sees Niederungen oder Sumpfgebiet noch erkennen lässt. Eine Karte von 1915 weist Babke aus.