Tourismus

Badestelle in Feldberg wird gründlich umgebaut

Beim Neubau der Feldberger Badeanstalt sind jetzt die Hochbauarbeiten im Gange. Der Rohbau soll noch vor dem Sommer fertig werden.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Die Badeanstalt in Feldberg nimmt Konturen an, der Rohbau soll im Sommer fertig sein.
Die Badeanstalt in Feldberg nimmt Konturen an, der Rohbau soll im Sommer fertig sein. Marlies Steffen
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Feldberg.

Die Wände aus den roten wärmegedämmten Poroton-Ziegeln sind mittlerweile unübersehbar auf dem Feldberger Amtswerder. Die beiden Funktionsgebäude der neuen Badeanstalt haben Konturen angenommen. Bis zum Sommer soll der Rohbau abgeschlossen sein. Katrin Zemlin aus der Bauverwaltung Feldberger Seenlandschaft hofft, dass der Termin gehalten werden kann. Schließlich hat die Gemeinde die gleichen Hürden zu nehmen wie alle anderen Bauherren. Handwerker sind knapp und ihre Auftragsbücher ausgelastet. Auch die Mitarbeiter der Wesenberger Firma Hauff, die den Zuschlag für den Bau der beiden Funktionsgebäude bekommen haben, bestätigen das.

Im Sommer ist der Innenausbau dran

Nach der Fertigstellung wird die Wasserwacht dort unterkommen, sagt Katrin Zemlin. Zudem werden die gemeindlich genutzten Räume im Erdgeschoss für Umkleide, Dusche und öffentliche Toiletten sowie als Multifunktionsraum im Obergeschoss zur Verfügung stehen.

Nach dem Abschluss der Rohbauarbeiten soll es im Sommer allerdings keinen Stillstand geben. Es geht mit dem Innenausbau weiter. Demnächst soll auch die Sanierung des Steges beginnen. Zudem wird ein Sprungturm errichtet. Die Pfähle dafür sind bereits bestellt. Der Sprungturm wird eine Plattform von vier mal vier Metern besitzen und über ein Drei-Meter-Sprungbrett verfügen.

Land fördert die Neugestaltung

Für das Bauvorhaben hat die Gemeinde 12 Lose in verschiedenen Gewerken vergeben. Ursprünglich sollten vor allem Firmen aus der Feldberger Seenlandschaft berücksichtigt werden, doch die Resonanz aus dem Gemeindegebiet sei überschaubar gewesen, erinnert sich Katrin Zemlin an die Ausschreibung. Dennoch seien die Aufträge schließlich vor allem im Landkreis und damit in der Region geblieben. Was die Kosten angeht, hält sich Katrin Zemlin noch zurück. Zwar sind angesichts permanent steigender Preise auf dem Bau Mehraufwendungen zu erwarten. Indessen: „Wenn alle Gewerke durch sind, wird sich zeigen, wo noch Mehr- oder Minderkosten entstehen“, so Zemlin.

Die Gemeinde hat 150 000 Euro an Eigenmitteln eingeplant. Zuzüglich stehen Fördermittel bereit. Die Badeanstalt wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. 380 000 Euro stellt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zur Verfügung. Zudem gibt es einen Zuschuss in Höhe von 40 000 Euro aus dem Landkreis.

Die Badeanstalt auf dem Amtswerder ist das wichtigste gemeindliche Projekt in der Feldberger Seenlandschaft. Das Vorhaben war viele Jahre lang diskutiert worden, vor allem die Form der Betreibung war ein Thema. Am Ende entschied man sich für ein Modell in Gemeindeträgerschaft, das den Sportverein einbezieht.