Hier ist Parken für Wohnmobile erlaubt (Symbolfoto).
Hier ist Parken für Wohnmobile erlaubt (Symbolfoto). NK-Archiv
Wildcamper

Bald Nacht-Parkverbot für Wohnmobile auf ausgewählten Plätzen

Weil Caravan-Urlauber zuletzt häufig auch nachts auf Parkplätzen standen, die dafür nicht bestimmt sind, wird vor der nächsten Saison nun reagiert.
Priepert

Demnächst wird Caravan-Fahrzeugen und Wohnmobilen das nächtliche Parken auf dem Parkplatz am Prieperter Badestrand (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) untersagt sein. Eine Schilderkombination aus einem Zeichen fürs absolute Halteverbot mit dem Zusatz „Caravanfahrzeuge/Wohnmobile“ und „21 bis 8 Uhr“ wird dort aufgestellt. Das hat jüngst die Gemeindevertretung in Priepert beschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren: Godendorfer ärgern sich über Wildcamper

Weitere Plätze folgen

Der Parkplatz am Priepertsee wird in der Kleinseenplatte dabei wohl nicht die letzte sein, der so eine Schilder-Kombi erhält. Weitere Beschlüsse stehen so zum Beispiel auf Vorschlags des Kleinseenplatte-Ordnungsamtes in Wustrow für den FKK-Strand an und in Wesenberg für Stellen am Weißen See sowie an der Woblitz am Ortsausgang in Richtung Neustrelitz.

Mehr lesen. Immer mehr Wildcamper - Feldberg hadert mit Landkreis

Camper geben sich per App Tipps

Der seit der Coronapandemie zu verzeichnende Anstieg an Caravan-Urlaubern hat auch seine Schattenseiten. So mussten einzelne Kommunen im Sommer häufig dauerhaft stehende Wohnmobile an Standorten feststellen, die dafür nicht bestimmt sind. „Das Problem hat ordentlich zugenommen. Unser Parkplatz am Strand ist nicht dafür gemacht, dass sich dort Wohnmobile über Nacht hinstellen“, sagt Prieperts Bürgermeister Manfred Giesenberg (CDU). Was das Ganze noch verstärke: Die Camper würden sich zumeist per Apps kurzschließen, um untereinander mitzuteilen, wo sie kostenfrei stehen können. Weil das Ahnden mit Bußgeldern bislang schwierig war, da das nächtliche Parken sich in einer Grauzone bewegte, sollen nun die klaren Verbotsregeln helfen, heißt es. Über Wildcamper und wie sich das Problem lösen lässt, wurde im Vorjahr schon heiß in den Gemeindeparlamenten diskutiert.

 

zur Homepage