ERSCHLIEßUNG

Bald neue Baugrundstücke im Neustrelitzer Kirschblütenweg

Sieben Grundstücke in Zentrumsnähe werden in Neustrelitz seit dieser Woche erschlossen. Das aufwendige Bauvorhaben spiegelt sich auch im Quadratmeterpreis wieder.
Robin Peters Robin Peters
Erste Bagger sind bereits angerückt, um mit der Erschließung zu beginnen.
Erste Bagger sind bereits angerückt, um mit der Erschließung zu beginnen.
Noch Wiese, bald Baugebiet: Sieben Grundstücke sollen ausgewiesen werden.
Noch Wiese, bald Baugebiet: Sieben Grundstücke sollen ausgewiesen werden.
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Neustrelitz.

Nicht weit vom Bahnhof wächst in Neustrelitz ein neues Baugebiet. Erste Bagger sind in dieser Woche angerückt, um im Auftrag der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (Neuwo) sieben Grundstücke im Kirschblütenweg zu erschließen. Auf der Baubesprechung am Dienstag wurde aber schnell klar, dass sich das Unterfangen nicht ohne unvorhergesehene Herausforderungen meistern lässt. „Natürlich haben wir Pläne bekommen, aber die Realität sieht oft anders aus“, sagte Neuwo-Geschäftsführer Falko Herschel. So würden auf dem Gelände noch zahlreiche alte unterirdische Leitungen liegen, von denen es keine Aufzeichnungen mehr gebe. „Nach Jahrzehnten weiß davon kein Mensch mehr.“

So stießen die Arbeiter bereits auf ein altes Stromkabel, das niemandem zugeordnet werden konnte. Glücklicherweise habe das Kabel nicht mehr unter Strom gestanden. „Wir mussten viele alte Leitungen erst suchen“, sagte Angelika Milbredt, Abteilungsleiterin Technik bei der Neuwo. Dennoch: Zu allen sieben Grundstücken sollen Wasser-, Wärme und Stromleitungen gelegt werden.

Mit der Erschließung nimmt der ganze Kirschblütenweg eine neue Gestalt an: Denn für das Bauvorhaben wird laut Herschel die komplette Straße aufgerissen, die dann in die Hände der Stadt übergeht. Statt des löchrigen Asphalts soll hier künftig ein gepflasterter Weg das Straßenbild zieren. Den Durchgang zur Strelitzer Chaussee dürfen dem Neuwo-Geschäftsführer zufolge dann nur Fußgänger und Radfahrer in Anspruch nehmen. Große Poller sollen Kraftfahrzeugen in Zukunft die Durchfahrt verwehren.

Alte Halle soll bleiben

Der große Betonplatz weicht den Ausführungen zufolge einem Wendehammer, auf dem die Autos aus Richtung Kirschenallee umdrehen können. Einige Stellplätze für Kunden der dortigen Neuwo-Geschäftsstelle würden nichtsdestotrotz untergebracht werden.

Nur die alte Halle in der Kurve des Kirschblütenwegs soll den Ausführungen zufolge zunächst stehen bleiben, diese werde vom Regiehof der Stadt nämlich weiterhin genutzt. Doch: „Die Halle stellt keinen Nachteil für ein Wohngebiet dar“, so Milbredt von der Neuwo. Selbst die Bahnschienen auf dem Privatgelände gegenüber schmälern laut Geschäftsführer Herschel die Lage der Grundstücke keinesfalls: „Das Gleis ist so gut wie tot“, so Herschel. Nur gelegentlich werde dort ein Güterwaggon abgestellt.

Bahnhof und Markt schnell erreichbar

Dass das Areal deshalb nur für eine Straßenseite erschlossen wird, schlägt sich wiederum im Preis nieder: 105 Euro kostet laut Herschel ein Quadratmeter. „Für die gute Lage ist der Preis aber gerechtfertigt“, sagte Milbredt. Schließlich seien sowohl der Bahnhof als auch der Neustrelitzer Markt in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Außerdem sorgt die Südwest-Ausrichtung laut Herschel für viel Sonnenlicht.

Ende August sollen die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen werden. Schon im Herbst will die Neuwo nach eigener Aussage die rund 530 Quadratmeter großen Grundstücke verkaufen. Noch sind nach Einschätzung von Falko Herschel aber nicht alle Verhandlungen in trockenen Tüchern: „Hier sind durchaus noch ein bis zwei Grundstücke zu haben.“

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