KOMMENTAR

Beim Fußball ist kein Platz für Gewalt und Rassismus

Unser Autor hat sich Gedanken um die Vorfälle in der Fußball-Kreisliga gemacht.
Dennis Bacher Dennis Bacher
Wer eine Rote Karte gesehen hat, muss nicht gleich rot sehen. Das gilt für die Spieler wie für die Zuschauer.
Wer eine Rote Karte gesehen hat, muss nicht gleich rot sehen. Das gilt für die Spieler wie für die Zuschauer. Friso Gentsch
Neubrandenburg.

Eine Mannschaft, die ausschließlich aus syrischen Zuwanderern besteht: Viele sehen das Projekt des SV Motor Süd kritisch. Integration sei das noch lange nicht, heißt es.

Einen Gegenbeweis zu liefern, gelang der Mannschaft zumindest in Groß Miltzow überhaupt nicht. Was der Mann mit der Pfeife sagt, ist Gesetz. Über eine Strafe, die gewiss kommen wird, wird sich der Verein nicht beschweren dürfen. Schuld für den Spielabbruch am Sonntag tragen die Gäste – gar keine Frage.

Was aber ebenfalls nicht geht, sind ausländerfeindliche Äußerungen jeglicher Art. Dass sich die syrischen Fußballer von Teilen des Publikums derart beschimpfen lassen mussten, ist schlimm.

Döner ist bislang nicht dafür bekannt, Aggressionen zu lindern

Vielleicht handelt es sich bei den Schreihälsen im Handy-Video auch nur um Einzelne. Eingegriffen hatte aber trotzdem niemand. Rassismus hat im deutschen Fußball nichts zu suchen, genauso wenig wie Gewalt.

Was die Syrer übrigens in der irakischen Hauptstadt Bagdad machen sollen, wie es eine Stimme im Video lautstark fordert, bleibt unklar. Wieso sie „Döner fressen“ sollen auch. Das der türkischen Küche zugeordnete Gericht erfreut sich in Deutschland zwar großer Beliebtheit, war bislang aber nicht dafür bekannt, aggressives Verhalten zu besänftigen. Das muss jeder Mensch, ob syrischer Fußballer oder deutscher Zuschauer, ganz alleine hinbekommen.

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