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Beim Wettbewerb am Herd ist Felix vorn dabei

Das Anrichten des Desserts will gelernt sein. Aber aus einem Schokotörtchen, Sahne und Karamellsauce lassen sich bereits kleine Kunstwerke schaffen.
Das Anrichten des Desserts will gelernt sein. Aber aus einem Schokotörtchen, Sahne und Karamellsauce lassen sich bereits kleine Kunstwerke schaffen.
Andrea Dittmar

Junge Kochkünstler streiten demnächst in der Regionalmeisterschaft der „gastgewerblichen Ausbildungs­berufe“ um den Einzug ins Landesfinale. Für einen Neustrelitzer Nachwuchskoch stehen die Chancen ziemlich gut, auf einem vorderen Platz zu landen.

Wenn junge Küchenprofis am 16. und 17. Februar bei der Regionalmeisterschaft der Koch-Auszubildenden um den Einzug in die Landesrunde wetteifern, ist auch ein Neustrelitzer dabei. Felix Unterlöhner ist 23 Jahre alt, Kochlehrling im Dorfhotel in Göhren-Lebbin und fiebert dem Wettbewerb schon entgegen. Ein Erfolg wäre ein gelungenes Ende seiner Ausbildungszeit. Die besten zwei Jungköche, die in der Theorie und am Herd eine gute Figur machen, fahren im April zu den Landes­meisterschaften.

Aufgeregt ist Felix nicht. „Ich habe schon an zwei anderen Wettbewerben in Hamburg und Lübeck teilgenommen, richtige Prüfungsangst habe ich mittlerweile nicht mehr. Die Prüfungsvorbereitung ist Routine.“ Jeweils den 4. Platz räumte er bei den beiden Ausscheiden ab – gegen Konkurrenten, die oftmals schon im dritten Lehrjahr waren und damit weiter in der Ausbildung als er.

Auch sein stellvertretender Küchenchef Martin Bergmann schätzt die Chancen für seinen Schützling als gut ein. „Die Haupt­komponenten des Vier-Gänge-Menüs sind vorgegeben. Felix kann sich also schon überlegen, was er kochen wird.“

Die Vorspeise wird am schwierigsten

Bis zum 16. Februar bleibt das Menü allerdings geheim. Nur die Gäste des Dorf­hotel-Restaurants bekommen hin und wieder einen Vor­geschmack, wenn Felix in der Küche übt. „Beim Dessert habe ich ein bisschen Bammel. Das wird das Schwierigste für mich“, bekennt er, „aber die Vorspeise liegt mir.“

Beim praktischen Wettbewerbsteil muss dann auch noch die Zusammenarbeit mit den Service-Azubis reibungslos klappen. Die Partner werden erst kurz vorher zugelost, viel Zeit für Ab­sprachen bleibt dann nicht. Auch die jungen Kellner ­stehen im Wettbewerb und können sich für die Landesmeisterschaft qualifizieren. Von dort aus geht es für den besten Nachwuchs zu den Deutschen Meisterschaften.

Aber egal, wie die Ergebnisse beim Wettbewerb aus­sehen, Zukunftspläne schmiedet Felix schon längerfristig. „Das Schöne am Beruf ist ja, dass man überall auf der Welt arbeiten kann. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, will ich nach Los Angeles und noch andere Länder und Küchen sehen.“