Insekten

:

Bienen und Wespen haben Bierfass für sich entdeckt

Die Bienen und - wie hier im Bild - Wespen in Jürgen Bertelmanns Garten treiben den Bau fleißig voran.
Die Bienen und - wie hier im Bild - Wespen in Jürgen Bertelmanns Garten treiben den Bau fleißig voran.
Jürgen Bertelmann

Ein Mann aus Neustrelitz teilt seinen Essplatz mit Tausenden Bienen. Das Naturphänomen im Garten nimmt unerwartete Ausmaße an - es gibt sogar schon Wespen als Untermieter.

Ungewöhnliche Untermieter hat Jürgen Bertelmann aus Neustrelitz. In einem Bierfass aus Eichenholz, das als Blumenständer in seinem Garten steht, haben sich Wildbienen einquartiert.

„Vor mehreren Wochen haben die Tiere damit begonnen, das Fass durch das für den Zapfhahn vorgesehene Loch zu bevölkern”, berichtet Jürgen Bertelmann. „Es ist schon interessant für uns, den fleißigen Tierchen zuzusehen, wie sie pausenlos durch das Loch rein- und rausfliegen. In diesen Tagen nahm das Naturphänomen im heimischen Garten dann unerwartete Ausmaße an. Die Wespen errichteten einen Anbau außen am Fass.

Familie beobachtet Baugeschehen der Tiere

„Die emsigen Tierchen bauen mit großem Eifer an einer Erweiterung – ein bizarres Gebilde, das sie unter dem auf dem Fass stehenden Blumentopf in zwei Richtungen vorantreiben. Der Topf steht auf zwei Holzstückchen, sodass zwischen dem Topf- und Fassboden ein Freiraum ist”, beschreibt Jürgen Bertelmann.

„Da das Fass unmittelbar neben unserem Gartentisch steht, an dem wir Frühstück, Mittag und Abendbrot essen, können wir den rasanten Fortschritt beim Baugeschehen gut beobachten. Es erstaunt uns, wie dieses filigrane Gebilde von Tag zu Tag größer wird. Wir sind gespannt, welche Ausmaße es noch annehmen wird. Wie jede der am Bau beteiligten Bienen weiß, was sie gestalterisch zu tun hat, damit die Architektur dann auch aufgeht, bleibt wohl ihr Geheimnis. Irgendwie stimmen sie sich wohl ab, um sich an den Bauplan zu halten.”

Friedliche Koexistenz zwischen Biene und Mensch

Insekten und Menschen leben übrigens ganz friedlich nebeneinander. „Trotz Marmelade, Sirup, Honig, Aufschnitt, Käse, Kuchen oder Eis – bisher war noch keine einzige dieser Bienen auf unserem gedeckten Tisch zu sehen”, wundert sich Jürgen Bertelmann. „Wir können unbedenklich ganz nah an den Ort des Geschehens heran, ohne dass sie rebellisch werden.” Wir freuen uns über jede Biene, Hummel, jeden Schmetterling und andere Nützlinge, die sich in unserem Garten aufhalten und bieten ihnen zu jeder Jahreszeit ein abwechslungsreiches Nahrungs-Angebot an.

Allerdings macht sich Jürgen Bertelmann auch Sorgen um seine tierischen Untermieter. „Was machen wir denn, wenn die kältere, nasse Jahreszeit und dann der Winter beginnt? Können wir das Völkchen dann am Leben erhalten, oder hat es dann seinen Kampf um sein Dasein verloren?” Für größere Regenmengen ist das papierähnliche Material bestimmt nicht ausgelegt.

Jürgen Bertelmann ist dankbar für Tipps, wie er den Bienen über den Winter helfen kann. „Wir möchten den Baumeistern mit ihrer bizarren Kunst eine weitere Chance geben.”

Kommentare (4)

...es wird alles verbreitet dessen man habhaft werden kann... Wildbienen ? Das ist ein ordinäres Wespennest, spätestens im September werden die Biester aufdringlich und im Winter stirbt das Volk ab. Schon erstaunlich wie wenig einfaches Naturwissen es in der Bevölkerung heutzutage gibt. [Antw.d.Red.: Wie im Text erklärt wird, haben die Wespen außen am Fass angebaut, innen lassen es sich die Bienen gutgehen. Die zuvor nicht ganz eindeutige Bildunterschrift wurde durch einen entsprechenden Hinweis ergänzt.]

...je mehr "die Redaktion" versucht diesen blamablen Text nachträglich noch irgendwie zurechtzuschustern desto verkorkster wird er.

...je mehr "die Redaktion" versucht diesen blamablen Text nachträglich noch irgendwie zurechtzuschustern desto verkorkster wird er.

Bienen oder Wespen - was meint der Autor nur immer ... Ich finde den Artikel auch etwas abstrus geschrieben, dabei ist es doch ganz einfach. Wespen sind die leuchtend gelb-schwarz geringelten Dinger und leben nur einen Sommer in dem "Papiernest". Überwintern tun ausschliesslich junge Wespenköniginnen, die erst im Herbst geboren werden. Hier kann niemand im Winter "helfen", dis suchen sich neue Verstecke. Ich denke auch: irgendwann jetzt im August/September werden die Wespen am Kaffee-Tisch auftauchen und nerven. Honigbienen haben keine gelb-schwarze Warntracht, sondern sind eher "braun". Mit "Wildbienen" hat das was in dem Fass passiert, sicher nichts zu tun. Das wird ein im Mai/Juni von einem Imker ausgbüchster Honigbienenschwarm sein. Diese Honigbienen könnten ganz gut ohne Hilfe 1-2 Jahre dort im Fass leben. Auch da braucht man nix tun - es sei denn man möchte ihnen Honig wegnehmen ;) Die Honigbienen tauchen nur am Tisch auf, wenn man ein Honig-Glas lange genug offen stehen lässt... Aber dann kommen die Wepsen auch.