ÄRZTEMANGEL

Biete Seegrundstück - Suche Landarzt

Die Gemeinde Blankensee steht wieder ohne Ärztin da. Die Praxis ist verwaist, nachdem die Medizinerin sich sang und klanglos verabschiedet hat. Dabei hat der Bürgermeister verlockende Angebote für künftige Mediziner.
Heike Sommer Heike Sommer
Die Praxisräume im Dörphus sind seit Oktober wieder zu vermieten. Die Landärztin hat nach zwei Jahren die Segel gestrichen.
Die Praxisräume im Dörphus sind seit Oktober wieder zu vermieten. Die Landärztin hat nach zwei Jahren die Segel gestrichen. Heike Sommer
Blankensee.

Zu früh hatten sich die Einwohner in der Gemeinde Blankensee gefreut, als vor mehr als zwei Jahren die Arztpraxis im Dörphus wieder in Betrieb ging. Mit vielen Blumen und guten Wünschen hatten die zukünfigen Patienten die neue Medizinerin begrüßt. Diese hatte die Praxisräume von der Gemeinde angemietet und in Aussicht gestellt, sich in Blankensee niederzulassen. Ein halbes Jahr zuvor hatte der langjährige Landarzt überraschend die Segel gestrichen.

Es grenzte fast an ein Wunder, dass ausgerechnet Blankensee so rasch eine Nachfolgerin für die Landarztpraxis gefunden hatte, wo doch im gesamten Land Hausarztmangel herrscht. Die Freude dauerte dann auch nicht lange. Denn schon bald stellte sich heraus, dass die neue Ärztin keineswegs ihre volle Arbeitskraft in Blankensee einsetzen wollte. „Die hiesige Praxis sollte nur noch eine Nebenstelle sein, hieß es auf einmal“, sagt Bürgermeister Wulf Bednorz (Die Linke).

Praxisräume sind gekündigt

Dabei hatte er mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine volle Besetzung der Landarztpraxis gesucht und großzügige Unterstützung seitens der Gemeinde zugesichert. Das reichte der neuen Ärztin wohl nicht. Denn fast zeitgleich bezog sie auch in Altstrelitz Behandlungsräume. Auch hier hat sie mittlerweile die Segel gestrichen.

„Die Ärztin hat zum 30. September die Praxisräume gekündigt“, bestätigt dann auch Blankensees Bürgermeister Wulf Bednorz. Jetzt ist Blankensee erneut auf der Suche nach einer Landärztin. Die wird schwieriger als noch vor drei Jahren, ist sich der Bürgermeister bewusst. „Wir werden uns direkt an die Universitäten im Land wenden und um junge Ärzte und Ärztinnen werben“, sagt Bednorz.

Ob junge Ärzte überzeugt werden?

Es sollte doch möglich sein, Absolventen zu finden, die sich in Blankensee eine Existenz als Landarzt aufbauen möchten. „Grundstück am See, Bahnanbindung, Schule, Kindergarten“, das klingt für Bürgermeistern Bednorz vielversprechend. Ob es auch junge Ärzte überzeugt, wird sich zeigen.

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