STUNDE DER GARTENVÖGEL

So wenige Blaumeisen wie nie bei Vogelzählung gelistet

Noch nie haben sich so viele Menschen an der Aktion beteiligt wie in diesem Jahr. Allerdings waren äußerst wenig Meisen zu zählen.
Hübsch anzusehen ist die Blaumeise allemal. Bei der diesjährigen Zählung waren allerdings nur wenige dabei.  Bl
Hübsch anzusehen ist die Blaumeise allemal. Bei der diesjährigen Zählung waren allerdings nur wenige dabei. Blaumeisen sterben in diesem Jahr an einem Virus. Nabu
Seenplatte.

So viele Menschen wie nie haben in Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende Gartenvögel gezählt. 2800 Hobby-Ornithologen beobachteten und dokumentierten Meise, Spatz und Co. In der Mecklenburgischen Seenplatte machten 313 Menschen mit. „Schon jetzt, noch bevor alle Ergebnisse gemeldet und erfasst worden sind, ist das ein absoluter Teilnahmerekord“, freut sich Rica Münchberger vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Im Durchschnitt konnten die Teilnehmer der Aktion in diesem Jahr innerhalb einer Stunde knapp 24 Vögel in ihren Gärten bestimmen und melden. Wie immer in den vergangenen Jahren war dabei der Haussperling mit derzeit rund acht Vögeln pro Garten der häufigste Gartenvogel. Am weitesten verbreitet ist nach wie vor die Amsel, denn sie wurde in nahezu jedem Garten angetroffen und belegt derzeit sogar Platz zwei der häufigsten Gartenvögel.

Vogel-Epidemie flaut ab

Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Feldsperling, Kohlmeise und Mehlschwalbe. Im Mittelpunkt des Interesses der diesjährigen Zählung stand die Blaumeise.

Seit Anfang März waren beim NABU vermehrt Berichte über kranke und tote Blaumeisen eingegangen. Bis heute registrierte der NABU bundesweit 19 000 solcher Meldungen, die 35 000 verstorbene Vögel betreffen. Als Ursache wurde das Bakterium Suttonella ornithocola identifiziert, das offensichtlich ausschließlich bei Meisenarten Lungenentzündungen verursacht.

Die in Deutschland bisher einmalige Vogel-Epidemie flaut seit Ende April deutlich ab. Entsprechend dem bundesweiten Trend sind auch in Mecklenburg-Vorpommern 21 Prozent weniger Blaumeisen pro Garten gemeldet worden. Statt 2,12 Blaumeisen pro Meldung sind es in diesem Jahr nur noch 1,67 – mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005, auch in der Mecklenburgischen Seenplatte.

 

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