Nach der Havarie
Bohrer repariert von ihm zerstörte Wasserleitung

Die defekte Wasserleitung in Hinrichshagen konnte durch einen Zugang neben der Straße repariert werden. Am Montag erfolgten noch Restarbeiten an der Havariestelle.
Die defekte Wasserleitung in Hinrichshagen konnte durch einen Zugang neben der Straße repariert werden. Am Montag erfolgten noch Restarbeiten an der Havariestelle.
GKU Strasburg

In Hinrichshagen kommt wieder Wasser aus dem Hahn – ohne dass die Straße aufgerissen werden musste. Wie sich Manche verhielten, sorgt jedoch für Befremden.

„Es war nicht einfach, aber wir haben es geschafft,“ sagt Kerstin Heidemann, die Betriebsstellenleiterin der Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU). Die ist im Auftrag des Zweckverbandes für Wasserver- und Abwasserentsorgung Strasburg auch für das Trinkwasser in der Region um Woldegk verantwortlich.

Am vergangenen Freitag musste nach einer Havarie schnell gehandelt werden. Inzwischen ist die Wasserleitung in Hinrichshagen, die bei Arbeiten einer Elektrofirma beschädigt wurde, aber repariert. Am späten Freitagabend sei die Trinkwasserversorgung für 81 Haushalte in den betroffenen Ortsteilen Hinrichshagen und Oltschlott wieder hergestellt gewesen, so Kerstin Heidemann. Am Montag habe es noch Restarbeiten gegeben.

Einwohnern äußern Unverständnis

Seitens der GKU sei auf ein provisorisches Flicken der beschädigten Stelle verzichtet worden, sagte Heidemann. Vor Ort habe man sich stattdessen auf ein ungewöhnliches Vorgehen geeinigt. Die Reparatur erfolgte von einer öffentlichen Fläche neben der Straße. Glück im Unglück dabei: Die Bohranlage, die auch die Havarie verursacht hatte, konnte anschließend für die Reparatur eingesetzt werden. Dadurch musste der Asphalt auf der B198, die durch Hinrichshagen führt und unter der die Wasserleitung verläuft, nicht aufgerissen werden, erläuterte Kerstin Heidemann dem Nordkurier am Montag.

Insgesamt wurde auf 80 Metern Länge eine neue Versorgungsleitung eingebohrt. Dies sei auch dank der guten Unterstützung durch die Vertragspartner der GKU möglich gewesen. Das für die Arbeiten benötigte Material sei kurzfristig am Freitag zur Verfügung gestellt worden.

Wie die GKU-Betriebsstellenleiterin auch sagte, sei die Unterbrechung der Wasserversorgung nicht bei allen Einwohnern auf Verständnis gestoßen. Ihre Mitarbeiter hätten sich teils auch sehr unsachliche Bemerkungen anhören müssen. Nach ihrem Eindruck nehme das Verständnis der Bürger dafür, dass die Behebung von Havarieschäden auch Zeit benötige, ab. Die Menschen reagierten manchmal in einer für sie nicht mehr verständlichen Weise, verdeutlichte Kerstin Heidemann.