HILFE NACH FEUER

▶ Brandopfer finden in Neustrelitz vorübergehende Bleibe

Nach dem verheerenden Feuer in einem Hinterhaus in der Neustrelitzer Innenstadt standen zehn Frauen und Männer ohne Bleibe da. Inzwischen laufen Hilfsaktionen an.
Durch das Feuer und die Löscharbeiten sind auch die anderen Wohnungen nicht mehr bewohnbar.
Durch das Feuer und die Löscharbeiten sind auch die anderen Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Robin Peters
Neustrelitz.

Die notwendigsten Dinge konnten sie mitnehmen, mehr nicht. Die zehn Frauen und Männer, die am Freitag bei dem Brand in einem Hinterhaus in der Neustrelitzer Innenstadt ihre Wohnungen und auch weitgehend ihr Hab und Gut verloren, haben alle ein vorübergehende Bleibe gefunden.

Wohnungsgesellschaft hilft

Drei Mietparteien sind in einer Gästewohnung der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft neuwo untergekommen. Zwei hätten sich andere Bleiben gesucht, sagte neuwo-Geschäftsführer Uwe Engelmann dem Nordkurier am Sonnabend. Die Mieter sind allesamt erwachsen, Kinder sind seinen Angaben zufolge nicht betroffen.

Haustiere konnten entkommen

Die fünf Wohnungen in dem Hinterhaus in der Zierker Straße, in dem es gebrannt hat, sind durch das Feuer vollständig verqualmt und sie sind unbewohnbar geworden. Die Mieter hätten sich aber ihre notwendigsten Habseligkeiten noch aus den Räumen holen können. Zwei Hunden und zwei Katzen, die im Haus lebten, konnten vor dem Feuer gerettet werden. Sie seien nach dem Brand tierärztlich betreut worden, so Geschäftsführer Engelmann. Bei einem der Tiere sind weitere Behandlungen notwendig. 

Schäden durch Löschwasser

Im Vorderhaus sind durch den Löscheinsatz zwei Wohnungen durch zurücklaufendes Wasser beschädigt worden. Einer der Mieter sei bereits in seine Wohnung zurückgekehrt, die andere Mietpartei wolle zunächst in ihrem Bungalow bleiben. Alle würden gern wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, sagte Uwe Engelmann. Wann das aber möglich ist, ist derzeit vollkommen unklar.

[Video]

Das Hinterhaus hat durch den Brand großen Schaden genommen. Die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, brannte völlig aus. Auch der Dachstuhl wurde beschädigt. Das Gebäude befindet sich in Privateigentum. Die neuwo ist der Verwalter für die Wohnungen, wie Uwe Engelmann dem Nordkurier bestätigte. Das weitere Vorgehen will die Wohnungsgesellschaft am Montag besprechen, kündigte der Geschäftsführer an.

Die Mieter haben alles verloren

Unterdessen haben sich sofort nach dem Brand Menschen beim Nordkurier gemeldet, die helfen wollen. So eine Neustrelitzerin, die in der Nähe des Brandortes wohnt, Unterstützung an. „Ich hätte für Babys und Kleinkinder in Größe 50/56 bis 86 Anziehsachen, Männerklamotten in L, Besteck und vielleicht auch, was sonst noch gebraucht werden würde”, schreibt sie. Sie habe die Löscharbeiten verfolgt und ihr sei mit jede Minute klarer geworden, dass die betroffenen Mieter alles verlieren würden.

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Wie neuwo-Geschäftsführer Uwe Engelmann dem Nordkurier dazu sagte, sieht er die Absichtserklärungen von Hilfewilligen derzeit als ausreichend an. In einigen Tagen wisse man mehr, insbesondere was auch die Hilfsbedürftigen wollten.

Ein Todesfall durch das Feuer

Der 55-Jährige, in dessen Wohnung das Feuer ausgebrochen war, ist in der Nacht zum Sonnabend verstorben. Es handelte sich um den Mann, der vor wenigen Jahren wegen eines grausamen Todesfalls in Alt Rehse unter schwerem Verdacht gestanden hatte. 2016 wurde die Leiche von Sarah H. in der Gemeinde westlich von Neubrandenburg gefunden. Der nun verstorbene Mann stand lange unter Verdacht, seine damalige Lebensgefährtin gefoltert und getötet zu haben und saß zwischenzeitlich in Haft. Im Juni wurde er nach jahrelanger Prozess-Serie letztlich zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen umgehend Revision eingelegt.

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Kommentare (3)

Die Richterin, lässt ihm laufen, und wer bezahlt, den Schaden. Er hatte ein Haus, was wollte er hier ?

- einem Psychopaten - und deutscher Rechtsprechung - Rechtsauffassung!!!

ist dem Genitiv sein Tod!