Feuer in Adamsdorf

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Brandstifter waren wohl doch am Werk

Mit schwerem Gerät: 70 Kameraden unterschiedlicher Wehren waren in Adamsdorf im Einsatz.
Mit schwerem Gerät: 70 Kameraden unterschiedlicher Wehren waren in Adamsdorf im Einsatz.
privat

Die Aufklärung der Brandursache in Adamsdorf schreitet voran – und anders, als zunächst vermutet, haben Waschbären mit dem Vorfall offenbar nichts zu tun.

Der Brand in einem leer stehenden Wohnhaus in Adamsdorf ist offenbar doch durch Brandstifter verursacht worden. Das ergaben die Untersuchungen eines Brandursachenermittlers, teilte die Polizei mit. Demnach seien in dem Haus keine intakten Stromleitungen gewesen und damit auch keine Stromversorgung. Für ein angeknabbertes Kabel als Brandursache spreche demzufolge nicht mehr viel. Die Kriminalkommissariatsaußenstelle Neustrelitz ermittele nun wegen des Verdachtes der vorsätzlichen Brandstiftung, berichtete Polizeisprecherin Kathrin Jähner.

Am späten Samstagabend war das Feuer im Dachstuhl des Hauses ausgebrochen. Insgesamt 70 Kameraden der Feuerwehren Neustrelitz, Alt-Strelitz, Klein Vielen, Hohenzieritz, Kratzeburg und Blumenholz waren im Einsatz. Nach etwa zwei Stunden waren die Löscharbeiten beendet. Das Feuer konnte im Dachstuhl gelöscht werden und griff nicht auf das Haus über. Personen wurden laut Polizei nicht verletzt, eine Gefahr für angrenzende Grundstücke habe nicht bestanden. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf 10 000 Euro.

Laut Feuerwehr-Kreisen hatte die Eingangstür zum Hof offen gestanden, als die Kameraden eintrafen. DenselbenAngaben zufolge war das Haus allerdings noch mit Strom versorgt gewesen, trotz jahrelangen Leerstands. Nach den Untersuchungen des Brandursachenermittlers erwies sich diese Information nun als falsch. Da sich auf dem Dachstuhl offenbar auch Waschbären eingenistet hatten, erschien zunächst auch ein angeknabbertes Kabel als mögliche Brandursache.