KIRCHEN-AKTION

"Brot für die Welt" ist in Neustrelitz gestartet

Millionen Kinder, Frauen und Männer weltweit leben in Armut und Hunger. Diakonie und Evangelisch-lutherische Kirche sammeln deshalb Spenden.
dpa
Titus Kempfer und Maximilian Siebart (v. l.) verkauften am Sonnabend beim Adventsmarkt im Neustrelitzer Borwinheim Brote. Der Erlös kam der Aktion "Brot für die Welt" zugute.
Titus Kempfer und Maximilian Siebart (v. l.) verkauften am Sonnabend beim Adventsmarkt im Neustrelitzer Borwinheim Brote. Der Erlös kam der Aktion "Brot für die Welt" zugute. Marlies Steffen
Unter dem Motto «Hunger nach Gerechtigkeit» wird am Sonntag in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) die diesjährige Spendenaktion «Brot für die Welt» eröffnet.
Unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit” wird am Sonntag in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) die diesjährige Spendenaktion „Brot für die Welt” eröffnet. Marijan Murat
Neustrelitz.

In Neustrelitz ist am Sonntag landesweit die Aktion "Brot für die Welt" eröffnet worden. Das evangelische Hilfswerk ruft bereits zum 60. Mal zum Spenden auf. Die Landeseröffnung zur Aktion „Hunger nach Gerechtigkeit“ veranstaltete die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern mit Brot für die Welt zusammen mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strelitzer Land im Borwinheim. Der Schweriner Bischof Dr. Andreas von Maltzahn plädierte in seiner Predigt dafür, dass „wir nachdenken und reden über Ungerechtigkeit und dass das unterschiedliche Ansehen von Menschen uns den Blick nicht verstellen darf – für ihre Würde, für ihre Bedürftigkeit“.

Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche erinnerte daran, dass Frauen und Kinder in Asien für Hungerlöhne unter unmenschlichen Bedingungen billigere Kleidung herstellen müssen, die dann auch in Deutschland angeboten würde. „Da gilt es, nachzufragen beim Einkauf, auf faire Handels-Siegel zu achten und Organisationen zu unterstützen, die sich für gerechtere Arbeitsbedingungen einsetzen“, so der Theologe. Zugleich sprach er den Zweifel an, ob dies wirklich etwas bringen würde und verwies auf das Beispiel von fair gehandeltem Kaffee und Tee: „Inzwischen hat jeder anständige Supermarkt Fairtrade-Kaffee und -Tee im Angebot, und den Bauern, die dies produziert haben, geht es besser. Wir sind längst nicht so machtlos, wie es den Anschein hat: Was wir kaufen, entscheidet mit, ob Menschen ein Leben in Würde führen können.“

Bereits am Sonnabend Brote verkauft

Ein christlicher Glaube, der tatenlos bleibt, könne nicht wirklich lebendig sein. Es ginge um die Frage, was zu tun sei, „damit die Verhältnisse nicht bleiben, wie sie sind!“, so der Landesbischof. Projekte des Hilfswerkes „Brot für die Welt“ zeigten, dass konkretes Tun nicht die Welt koste. So könne mit einer Spende von 50 Euro einem Kind bereits der Schulbesuch ermöglicht werden. Das Überschaubare, was wir tun können, bedeutet in manch anderen Weltgegenden unglaublich viel“, erklärte der evangelische Bischof. Informationen der Kirche zufolge arbeitet das Hilfswerk mit mehr als 1300 Partnerorganisationen weltweit zusammen und fördert mehr als 1500 Projekte in 97 Ländern.

Der Gottesdienst im Neustrelitzer Borwinheim wurde von einem fairen Brunch begleitet, das die Kirchengemeinde Strelitzer Land gemeinsam mit dem Weltladen Neustrelitz organisiert hatte. Bereits am Sonnabend waren bei einem Adventsmarkt im Borwinheim Brote verkauft worden, die Neustrelitzer Konfirmanden gemeinsam mit der Bäckerei Reinhold in der Residenzstadt gebacken hatten.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neustrelitz

Kommende Events in Neustrelitz

zur Homepage