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Brücke auf der Schlossinsel ist erst einmal vom Tisch

Links das Festland, rechts die Schlossinsel, in der Mitte der Wallgraben. Hier wird in absehbarer Zeit keine Brücke gebaut. Stattdessen soll der Bootsanlegesteg (links) saniert und verlängert werden.
Links das Festland, rechts die Schlossinsel, in der Mitte der Wallgraben. Hier wird in absehbarer Zeit keine Brücke gebaut. Stattdessen soll der Bootsanlegesteg (links) saniert und verlängert werden.
Susanne Böhm

So schnell wird der Mirower Wallgraben keinen Übergang bekommen. Erst einmal stehen wichtigere Projekte an – zum Beispiel die Sanierung des maroden Bootsanlegers.

Eine Fußgängerbrücke, die über den Wallgraben auf die Mirower Schlossinsel führt, wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Das sagte Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) am Freitag. Zwar hatten sich die Stadtvertreter im Februar 2015 mit sieben zu fünf Stimmen für die Brücke entschieden, in der Zwischenzeit aber hat ein Umdenken stattgefunden – aus zwei Gründen, wie der Bürgermeister erklärt.

„Zum einen haben mir viele Bürger sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie die Brücke nicht wollen, für überflüssig halten, dass es wichtigere Baustellen gibt. Geschimpft wird zwar immer, aber wenn das in dieser Intensität kommt, darf man das nicht ignorieren. Zum anderen hatten wir im vergangenen Jahr den Architektenworkshop, bei dem auch Fachleute die Brücke in Frage gestellt haben. Die Brücke ist Luxus. Wir haben erst einmal andere Sorgen“, so Schmettau. Darum sei das Bauvorhaben, mit dem ein Rundweg auf der Schlossinsel geschaffen werden sollte, zwar nicht gänzlich verworfen, aber erst einmal weit hintenan gestellt worden. Stattdessen habe nun ein anderes Projekt Priorität: der Wasserwanderrastplatz am Wallgraben.

Der rund 300 Meter lange Bootsanlegesteg aus Holz hat im Laufe vieler Jahre unter Wind und Wetter gelitten. Jährlich muss die Stadt 2000 bis 3000 Euro für Reparaturen aufbringen. „Der Steg ist total desolat, der muss unbedingt abgerissen und erneuert werden.“