Die Tage der alten Brücke in Fleether Mühle sind gezählt. In den kommenden Wochen wird das Bauwerk nun abgeriss
Die Tage der alten Brücke in Fleether Mühle sind gezählt. In den kommenden Wochen wird das Bauwerk nun abgerissen, damit anschließend eine neue Brücke gebaut werden kann. Ulrich Krieger
Monatelang soll die mehr als 20 kilometerlange Umleitung durch den Brückenneubau dauern. Ausgeschildert ist diese über die B198 von Mirow bis Wesenberg und die B122 über Wustrow und Canow. Mancher Ortskundige wird sicher aber auch die kürzere Strecke über Diemitz, Schwarz und Starsow nutzen.
Monatelang soll die mehr als 20 kilometerlange Umleitung durch den Brückenneubau dauern. Ausgeschildert ist diese über die B198 von Mirow bis Wesenberg und die B122 über Wustrow und Canow. Mancher Ortskundige wird sicher aber auch die kürzere Strecke über Diemitz, Schwarz und Starsow nutzen. Nordkurier
Tourismus

Abriss von Mini-Brücke sorgt für Mega-Umleitung in der Seenplatte

Die Brücke und Straße an der Fleether Mühle wird erneuert. Die Baustelle soll sich bis November ziehen. Welche Umleitungen gibt es für Autofahrer? Und was heißt das für Fußgänger und Radfahrer?
Fleether Mühle

Kein Durchkommen mehr an der Fleether Mühle. In der Vorwoche wurde hier im Süden der Seenplatte wegen des geplanten Abriss' von 220 Metern Kopfsteinpflasterstraße und des Brückenbauwerk an der Oberbek die Straße gesperrt. Am vorigen Wochenende konnte die Stelle aber noch passiert werden, denn richtig los geht es mit den Bauarbeiten nun erst Ende des Monats, heißt aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der lässt dann Straße und Brücke bis Ende des Jahres für circa 1,38 Millionen Euro grundhaft erneuern.

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Straße und Brücke werden vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bis Ende des Jahres für circa 1,38 Millionen Euro grundhaft erneuert.

Das bringt für Anwohner einige Widrigkeiten mit sich, sprich eine mehr als 20 kilometerlange Umleitung. Ausgeschildert ist diese über die B198 von Mirow bis Wesenberg und die B122 über Wustrow und Canow. Mancher Ortskundige wird sicher aber auch die kürzere Strecke über Diemitz, Schwarz und Starsow nutzen.  Endgültig keine Durchfahrtsmöglichkeit mehr wird es nun aber erst ab dem 30. Januar geben, teilt der Landkreis auf Nordkurier-Anfrage mit. 

Monatelang soll die mehr als 20 kilometerlange Umleitung durch den Brückenneubau dauern. Ausgeschildert ist diese über die B198 von Mirow bis Wesenberg und die B122 über Wustrow und Canow. Mancher Ortskundige wird sicher aber auch die kürzere Strecke über Diemitz, Schwarz und Starsow nutzen.

Wie geht es mit den Touristen weiter?

Sind jetzt im Winter nur wenige betroffen, so wird es in den Sommermonaten deutlich mehr Menschen geben, die die Baustelle umschiffen müssen. Denn die Fleether Mühle mit Biergarten, Gastronomie, Kanuverleih und Zeltplatz ist beliebtes Ausflugsziel und wichtiger Anlaufpunkt in der Tourismusregion Kleinseenplatte.

An der wichtigen Kanu-Umtragestelle würden nach der am Plätlinsee bei Wustrow die meisten Kanus in der Region gezählt, erklärt Enrico Hackbarth von der Kleinseenplatte Touristik GmbH. Mehrere Wasserwanderrouten verlaufen über die Oberbek, die den Rätzsee mit dem Vilzsee verbindet. An manchen Tagen in der Urlaubersaison tummeln sich zudem Hunderte Radler und Ausflügler an der Fleether Mühle.

 

„Eine Lösung für den Tourismus wurde aber gefunden”, erklärt Hackbarth. Demnach werde trotz der Brückenbauarbeiten gesichert sein, dass Kanuten ihre Boote hinter der Baustelle einsetzen können. Sie müssen dafür lediglich einen größeren Bogen, also ein paar Meter mehr als bislang laufen.

Zudem sei laut Hackbarth in der Baubesprechung festgehalten worden, dass die Stelle weiterhin für Radler und Fußgänger offen bleibt. Dies sei möglich, da es neben der alten und maroden Straßenbrücke noch eine schmale Brücke für Fußgänger über dem Wehr gibt. Hier solle jederzeit das Queren möglich bleiben, hieß es.

Auch für den Bus gibt es Planungen

Zudem gab es aus Sicht des Kleinseenplatte-Tourismus noch einen weiteren Punkt zu beachten. Im Vorjahr führte die Route des Kleinseenbusses über Fleether Mühle und über die Brücke. Die Linienführung musste daher nun wieder umgeplant werden. „Da konnten wir zum Glück auf unsere alte Planung aus den Vorjahren aufbauen”, erklärt Hackbarth. Demnach werde es wieder eine Nord- und Südroute geben, wobei Fleeth vom Norden aus mit einer Stichfahrt vom Bus angesteuert wird. Auf der südlichen Route hält der Bus dann in Diemitzer Schleuse, selbst auch noch mal an der Fleether Mühle.

Der Neubau der Brücke erfolgt laut Landkreis als ein 2-Feld-Bauwerk, dass aus zwei Stahlbetonrahmen besteht, die als Fertigteile ausgeführt werden. Das Kopfsteinpflaster soll durch eine Asphaltstraße ersetzt werden. Vor allem Radler hatten es auf dem Abschnitt in der Vergangenheit schwer. Die Sanierung wird daher schon lange gefordert.

Einen eigenen Radweg werden Radler zwar nicht bekommen, dennoch werde sich ihre Situation verbessern, da sie künftig ebenfalls auf der Asphaltfahrbahn unterwegs sein können, hieß es im Vorjahr vom Landkreis. Zuletzt forderte eine Schild die Radfahrer wegen des schlechten Fahrbahnbelags dazu auf, vom Fahrrad abzusteigen und zu schieben.

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Über die Dauer der Bauarbeiten wird kein Durchgangsverkehr für Pkw an der Fleether Mühle möglich sein. Die Vollsperrung für den Autoverkehr soll voraussichtlich bis zum 30. November dieses Jahres andauern. Der Linien- und Schülerverkehr wird weiterhin gewährleistet. Die MVVG hat entsprechende Fahrplanänderungen bekanntgegeben.

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