Bürger wollen Straße verhindern
Bürgerinitiative gegen den Bau der B189n gründet sich

In Mirow biegen viele Auto- und Brummifahrer lieber von der Bundesstraße in Richtung Starsow ab. Auf der Strecke kommt man auf kürzerem Weg nach Wittstock und zur Autobahn.
In Mirow biegen viele Auto- und Brummifahrer lieber von der Bundesstraße in Richtung Starsow ab. Auf der Strecke kommt man auf kürzerem Weg nach Wittstock und zur Autobahn.
Tobias Lemke/Archiv

Mirow und Wittstock kämpfen seit Jahren dafür. Doch auf Brandenburger Seite formiert sich nun Widerstand gegen die geplante Trasse.

Gegen die Bundesstraße 189n, die zwischen Mirow und Wittstock gebaut werden soll, formiert sich Widerstand. Der Initiativkreis „B189nein!“ lädt zur Gründungsversammlung einer Bürgerinitiative ein. Die findet am Donnerstag, 22. November, um 20 Uhr in der Schmökerstuw im brandenburgischen Berlinchen statt. „Es geht dem Initiativkreis nicht um eine bestimmte Trassenführung, sondern um die Verhinderung der Straße insgesamt“, verdeutlichte Organisatorin Sabine Radert am Mittwoch.

„Für das Problem des Schwerlastverkehrs in den Dörfern kann durch eine Tonnage-Begrenzung schneller und einfacher eine Lösung gefunden werden, indem der Fernverkehr auf die vorhandenen Fernstraßen verwiesen wird. Für eine Region, die vom Naturtourismus lebt, ist die Zerschneidung des Naturraumes durch eine Bundesstraße nicht hinnehmbar“, so die Aktivistin. Interessierte sind bei der Gründungsversammlung herzlich willkommen.

Die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Ostprignitz-Ruppin sowie die Städte Mirow und Wittstock bemühen sich seit Jahren um den Bau der schnellen Verbindung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Sie fordern den schnellen Ausbau der Trasse bis zum Jahr 2024. Das Vorhaben steht auf dem Bundesverkehrswegeplan ganz oben.