ABWASSERBEITRAG BESCHLOSSEN

Bungalow-Siedlung muss blechen

Es hatte sich bereits seit Wochen angekündigt. Nun ist die neuerliche Beitragspflicht fürs Ab­wasser in der Ferienkolonie Neu Canow und damit ein kräftiger Griff in die Geldbörse der Grundstücksbesitzer beschlossen.
Am Gobenowsee in Neu Canow haben 114 Bungalow-Besitzer ihr Feriendomizil. Vor einigen Jahren wurde die Siedlung ans Abwassersystem angeschlossen. Jetzt kommt dafür auf die Grundstückseigner nochmals eine Beitragszahlung zu.
Am Gobenowsee in Neu Canow haben 114 Bungalow-Besitzer ihr Feriendomizil. Vor einigen Jahren wurde die Siedlung ans Abwassersystem angeschlossen. Jetzt kommt dafür auf die Grundstückseigner nochmals eine Beitragszahlung zu. Tobias Lemke
Neu Canow.

Neu Canow. Die Grundstückseigentümer und Bungalow-Besitzer in der Neu Canower Ferienhaussiedlung haben nun Gewissheit. Sie werden für den Anschluss an die Abwasserentsorgung nochmals Geld in die Hand nehmen müssen. Der Wasserzweckverband Strelitz (WZV) hat die sogenannte Anschluss- und Beitragspflicht für Hinterlieger­grundstücke beschlossen.

Das ist sein gutes Recht - allerdings wurde im speziellen Fall der Neu Canower Siedlung vor einigen Jahren eine Sondervereinbarung getroffen. Denn die Bungalow-Bewohner sind bereits ans Abwassersystem angegliedert. Für einen Beitrag von 12 000 Euro wurde ein Übernahmeschacht auf einem einzelnen Grundstück angeschlossen. Die ­Leitungen davor sind Sache der Siedlung, alles dahinter gehört dem WZV. Knackpunkt ist nun die nachträgliche Beitragspflicht. Damit werden von den drei Grundstückseigentümern der Siedlung rund 94 000 Euro fällig.

Dabei habe die damalige Vorgehensweise sogar von einem Fachanwalt das Okay bekommen, erklärt Heiko Kruse, Bürgermeister der Gemeinde Wustrow, zu der der Ortsteil Neu Canow gehört. WZV-Verbandsvorsteher Wulf Bednorz zufolge sei durch falsche Beratung vor fünf Jahren eine sehr missliche Lage entstanden. Die neue Rechtslage sei dennoch bindend.

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