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Wird die Bahnstrecke nach Feldberg reaktiviert?

Wer nach Feldberg will, nimmt mittlerweile den Bus. Züge halten am Bahnhof nur noch, wenn mal Sonderfahrten auf dem Plan stehen.
Wer nach Feldberg will, nimmt mittlerweile den Bus. Züge halten am Bahnhof nur noch, wenn mal Sonderfahrten auf dem Plan stehen.
Foto: Tobias Lemke

Möglicherweise rollt bald wieder regelmäßig ein Zug nach Feldberg. Die Bahn prüft derzeit, welche stillgelegten Strecken sich wiederbeleben lassen. Vor der Idee will sich die Gemeinde nicht verschließen, allerdings mit Einschränkung. Denn mit dem Ersatz für den Zug ist der Großteil der Fahrgäste zufrieden.

Die Strelitzer Busverbindung 619 ist der Schienenersatzverkehr für die vor 16 Jahren eingestellten Zugfahrten nach Feldberg. Der Bus fährt ab Neustrelitz über die Dörfer bis an den Haussee. Jetzt allerdings will die Deutsche Bahn prüfen, auf welchen stillgelegten, aber noch intakten Gleisen eine Wiederbelebung des Schienenverkehrs lohnen würde. Städte und Gemeinden sind dazu aufgerufen, entsprechende Strecken zu melden. In Feldberg hat die Gemeindevertretung in der vorigen Woche nun per Beschluss ein Interesse an einer Reaktivierung ihrer Bahnstrecke bekundet.

Im Ortsrat von Dolgen, wo sich ein Haltepunkt auf der Strecke befindet, war der Beschluss zuvor hingegen abgelehnt worden, betonte Gemeindevertreterin Renate Tonne (Wählergemeinschaft Dolgen). Rolle wieder eine Bahn in Richtung Feldberg, würde nämliche die Buslinie 619 wegfallen. Die Verbindung wolle aber keiner mehr missen. „Über diese Brücke gehe ich nicht, die bricht zusammen“, bekräftigte Tonne. Der Ansicht sei die Dolgener Ortsratsvorsitzende nicht, weil sie eng mit dem Familienunternehmen Bustouristik Tonne aus Triepkendorf verbandelt ist, sondern weil der Bus ihrer Meinung nach weitaus flexibler unterwegs sei. Zudem hingen lokale Arbeitsplätze an der Bestellung der Strecke. Das Busunternehmen Tonne bedient die Buslinie 619.

Der Bus habe sich als ein guter Bahn-Ersatz etabliert, erklärte auch Robert Gardlowski (CDU). Er wies aber daraufhin, dass es zunächst nur um eine Analyse der Bahn geht – „mehr nicht“, so Gardlowski. Zudem steht im Feldberger Beschluss ein wichtiger Zusatz. Soll die Bahnstrecke wirklich reaktiviert werden, so könne es nur um eine temporäre touristische Nutzung gehen, heißt es.