Kompromiss am Nationalpark-Radweg
"Bypass" verkürzt Umleitung nach Windbruch

Der Weg wird zwar nicht beräumt (im Hintergrund), aber wenige Meter daneben wird ein Wander-weg zur Umleitungsstrecke für Radler umgebaut. Revierleiter Jörg Dittmer (rechts) bespricht die Arbeiten mit Carmen Schnell und Dietmar Bengelsdorf.
Der Weg wird zwar nicht beräumt (im Hintergrund), aber wenige Meter daneben wird ein Wander-weg zur Umleitungsstrecke für Radler umgebaut. Revierleiter Jörg Dittmer (rechts) bespricht die Arbeiten mit Carmen Schnell und Dietmar Bengelsdorf.
Tobias Lemke

Die durch ein Unwetter umgeworfenen Bäume sollen als Zeugen des Naturereignisses liegen bleiben. Ganz in der Nähe wird aber nun ein Wander- zum Radweg ausgebaut - samt Beobachtungspunkt.

Mitten im Wald zwischen Zwenzow und Leussow hat das Unwetter zugeschlagen. Ein Wetterphänomen - wahrscheinlich eine Windhose - knickte hunderte Bäume um. Die blockieren seither eine beliebte Radwegroute - und am Herzstück des sogenannten Windbruchs oder Windwurfs will der Müritz-Nationalpark auch nichts ändern: Das außergewöhnliche Naturereignis soll unberührt bleiben.

Die Lösung liegt wie bei einer Herz-Operation nun in einem "Bypass": Nur wenige hundert Meter neben der Windwurffläche wird ein Wanderweg zur Radlerstrecke ausgebaut, lediglich 300 Meter länger als die alte. Dort werden nun Zweige am Wegesrand herunter geschnitten und einige Stellen mit einer Brechsandschicht ausgebessert.

Aus Richtung Zwenzow kommend werden die Radler künftig rechts in den Wald hineingeführt und kommen nach einer Linkskurve wenig später wieder auf den alten Landweg nach Leussow zurück. Der Aufwand für die Umleitung entspreche etwa den Kosten, die für das Freiräumen der originalen Strecke entstanden wären, sagt Revierleiter Jörg Dittmer. Zudem wird auf der Zwenzower Seite eine Plattform geschaffen, von der aus der Windbruch besichtigt werden kann.