PROTESTE

Cantnitzer wehren sich gegen Baupläne für riesige Legehennenanlage

Eine Petition gibt es schon, eine Bürgerinitiative ist in Planung, um die 40.000-Legehennen-Anlage zu verhindern.
Wird es eine Hühnerfarm bald auch in Cantnitz geben? Jedenfalls wollen sich die Cantnitzer gegen solche Pläne zur We
Wird es eine Hühnerfarm bald auch in Cantnitz geben? Jedenfalls wollen sich die Cantnitzer gegen solche Pläne zur Wehr setzen (Symbolbild). Julian Stratenschulte
Cantnitz ·

Der Bürgerwiderstand gegen die in Cantnitz (Feldberger Seenlandschaft) geplante Legehennenanlage nimmt weiter Form an. Binnen kurzer Zeit wurden über eine Petition rund 250 Unterschriften gegen die Anlage gesammelt. Zudem befindet sich eine Bürgerinitiative in Gründung, erfuhr der Nordkurier. „Nicht nur die artfremde Haltung der Tiere ist nicht vertretbar, sondern auch die Belästigung der Bürger von Cantnitz durch Gestank und Lärm werden wir nicht hinnehmen“, heißt es in der Petition, mit der die Unterschriften gesammelt werden.

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Auch in Mirow wird protestiert

Die Pläne für die Anlage, in der 40.000 Tiere untergebracht werden sollen, waren im Juni in einer Informationsrunde öffentlich vorgestellt worden. Sie waren auch damals schon auf den Widerstand der Einwohner gestoßen. Das Projekt war von Thomas Böckermann, der in Koldenhof eine Schweinemast- und Biogasanlage betreibt, sowie seinem Sohn Paul präsentiert worden. Die Anlage soll am Ortsrand errichtet werden. Als Standort ist eine 16 Hektar große Fläche unweit der ehemaligen Mülldeponie Möllenbeck im Gespräch.

Eine Bürgerinitiative gegen eine geplante Legehennenanlage hatte sich in diesem Jahr bereits in Mirow etabliert. Die Anlage dort soll im Ortsteil Peetsch entstehen. Dort ist ein Bio-Betrieb mit einer Kapazität bis zu 10.000 Tieren vorgesehen.

Gut 50 Hühnerfarmen in der Seenplatte

Aktuell gibt es in der Seenplatte 50 Betriebe, die Legehennen halten. Dabei handelt es sich um Betriebe ab 350 Tierplätzen, die nach dem „Gesetz über die Registrierung von Betrieben zur Haltung von Legehennen“ registrierungspflichtig sind. Hühnerfarmen in Größenordnung sind offenbar gerade angesagt. Allein im vergangenen Jahr sind im Landkreis sechs neue Anlagen hinzugekommen. Derzeit liegen drei weitere Anträge zur Genehmigung vor, hatte der Landkreis dem Nordkurier zu einem früheren Zeitpunkt bestätigt.

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