MUSIKFESTIVAL IN NEUSTRELITZ

Children sind extra fürs Immergut zurück

Wenn das Immergut Festival an diesem Wochenende Geburtstag feiert, singen auch zwei Neustrelitzerinnen auf der Bühne: Steffi Frech und Laura Daede alias Children. Mit Anne Breitsprecher sprach die Band über Heimat, Musik und ihre kindischen Seiten.
Anne Breitsprecher Anne Breitsprecher
Laura Daede (links) und Steffi Frech sind zusammen die Band Children. Ihr Future Retro Pop hat Hit-Potenzial und kommt aus Neustrelitz.
Laura Daedelow (links) und Steffi Tesch sind zusammen die Band Children. Ihr Future Retro Pop hat Hit-Potenzial und kommt aus Neustrelitz. Marco Lehmbeck
Neustrelitz.

Welche drei Dinge würdet Ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?

Steffi: Käppi, Klavier, Kontaktlinsenflüssigkeit

Laura: Hammam-Tuch, Ukulele, Messer

Ihr tretet am 30. Mai bei der ersten Immergut-Matinee in der Inselgaststätte Helgoland in Neustrelitz auf. Wen oder was hofft Ihr da zu sehen?

Steffi: Viele bekannte Gesichter, Freunde, Familie, da freu ich mich schon mega drauf! Was? Auf jeden Fall die Sonne!

Laura: Einige Freunde, die wir jedes Jahr auf dem Immergut sehen, Family, unsere Matinee-Kollegen Die Kerzen und ein paar durchgefeierte Gesichter von Donnerstagabend.

Neustrelitz ist Eure Heimatstadt. Wie aufgeregt seid Ihr vor dem Konzert und ist das was Besonders für Euch?

Steffi: Ich freu mich vor allem, weil ich mit dem Festival groß geworden und musikalisch sozialisiert worden bin. Es ist, glaube ich, mein 15. Mal, und ich habe beim Immergut auch selbst ganz viel Musik und Bands entdeckt. Jetzt selbst entdeckt werden zu können, fühlt sich richtig gut an. Ich kenne Helgoland von früher, habe hier viel Kindertheater angeschaut und finde den Ort mit dem See im Hintergrund einfach ne echt coole Location für unser Konzert.

Laura: Das Immergut ist auf jeden Fall etwas Besonderes für mich, da wir oft selbst Besucher waren und damit Erinnerungen an viele schöne Zeiten verbinden. Außerdem: in dieser Kulisse mit Blick auf den See zu spielen, und dann noch mittags um 12 Uhr! Ich habe im Helgoland schon einige Familiengeburtstage und Tanzveranstaltungen erlebt. An dieser Stelle Grüße an DJ Steffen. Ich freu mich auf einen entspannten Start in das Festivalwochenende, und finde die Idee, so was ans Wasser und in die Sonne zu verlagern, grandios.

 

Was wünscht Ihr dem Immergut zum Geburtstag?

Laura: Alles Liebe, ewige Jugend, weiterhin viele Supporter aus der Region, Gäste von überall her, und dass sie es immer wieder schaffen, ein so tolles Line-Up wie dieses Jahr zu schustern!

Steffi: Happy Birthday, viele schöne Festivalmomente, weiterhin viele coole Festivalgäste, die Bock auf gute Musik haben, und weiterhin Leute, die Spaß daran haben, dieses Festival so liebevoll zu organisieren. Und lebenslanges gutes Wetter Ende Mai!

Vor fünf Jahren erschien Euer Debütalbum „Leaving Home“, gefolgt von einer Remix-Sammlung mit dem Titel „Dancing at home“. Ihr seid nun zwei Jahre im Studio gewesen. Was kommt für Children nach der Nestflucht?

Steffi: Wir sind definitiv bei uns selbst angekommen, in Berlin und bei der Musik, die wir machen wollen. Thematisch bewegt sich unsere Musik genau da, irgendwo zwischen Emanzipation, Selbstbestimmung und den Irrungen und Wirrungen der Berliner Liebe. Ins Nest flüchte ich mittlerweile mit Laura ganz gern mal. Nirgends ist es so relaxing und schön wie in der good old Seenplatte!

Laura: Auf jeden Fall Leben in Berlin, Liebe in Zeiten des Internets und ja, die Ambiguität zum Nest.

 

Stichwort „Children“. Welche Eurer Eigenschaften würdet Ihr als kindisch oder nicht erwachsen bezeichnen?

Laura: Ich bin manchmal sehr ungeduldig und kann auch über richtigen Quatsch lachen. Das würden manche vielleicht als kindisch bezeichnen. Aber die Welt frisch und naiv zu betrachten, wie damals mit sechs, ist etwas, was ich mir beibehalten will.

Steffi: Für mich steht Children definitiv für Neugier, Mut und sich einfach nicht so viele Gedanken zu machen. Gelingt mir definitiv nicht in jeder Sekunde, aber Children erinnert mich täglich daran und hilft mir, das immer mal wieder und immer besser hinzubekommen.

 

Ihr habt Euch von einem Trio zum Duo entwickelt. Wie sehr hat Euch das musikalisch verändert?

Steffi: Wir sind, glaube ich, einfach mehr da. Die Songs sind wacher, nicht mehr so schüchtern und trackig. Wir mögen beide Popmusik und Girlbands von früher, und ich hab das Gefühl, wir spielen inspiriert davon bei den neuen Songs noch mehr mit unsern Stimmen. Wir haben auch viel mit Querflöte rumexperimentiert, die verfremdet usw.. Die hatten wir ganz früher öfter mal im Einsatz und sie ist back! Und wir schreiben und singen das erste Mal auch deutsch!

Laura: Die Musik groovt mehr, und wir haben uns auf Retro-Synthiesounds als Grundlage für die Songs konzentriert. Gefühlt waren die alten Songs etwas zurückhaltender und introvertiert. Das haben wir bei den neuen Sachen abgelegt.

 

Wie sieht Euer Band-Sommer aus und worauf freut Ihr Euch jetzt schon?

Steffi: Wir spielen ein paar kleine Festivalshows. Außerdem werden wir die letzten Songs fürs Album fertig machen und daher bestimmt noch viel im Studio sein. Ein paar Videodrehs stehen auch noch auf dem Plan. Anfang 2020 kommt dann nämlich unser zweites Album und wir freuen uns jetzt schon mega doll!

Laura: Ja, es stehen ein paar schöne Konzerte an, im August auch das Jenseits von Millionen in Friedland. Ich freu mich auch, endlich wieder mit Drummer live zu spielen. Es gibt auf jeden Fall einiges zu tun im Sommer!

Immergut auf Helgoland mit Children und Die Kerzen:

Freitag, 31. Mai 2019
Einlass: 11.30 Uhr
Beginn: 12.00 Uhr
Inselgaststätte Helgoland, Am Stadthafen 1, 17235 Neustrelitz
Karten für 11 Euro gibt es an der Kasse vor Ort.

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