UNFALL

Darf der Chaosfahrer aus Neustrelitz seinen Führerschein behalten?

Ein Rentner wollte eigentlich ausparken und schoss über den ganzen Parkplatz. Weiße Markierungen legen das ganze Ausmaß der Unfallfahrt offen.
So sah es am Tag danach auf dem Kühlhausberg in Neustrelitz aus. Die weißen Markierungen der Polizei sind noch gut
So sah es am Tag danach auf dem Kühlhausberg in Neustrelitz aus. Die weißen Markierungen der Polizei sind noch gut zu erkennen. Robin Peters
Obwohl es geregnet hat, kann man die weißen Striche, die die Polizei gezogen hat, noch gut erkennen.
Obwohl es geregnet hat, kann man die weißen Striche, die die Polizei gezogen hat, noch gut erkennen. Robin Peters
Autoteile erinnern an den Unfall auf dem Kühlhausberg.
Autoteile erinnern an den Unfall auf dem Kühlhausberg. Robin Peters
Neustrelitz ·

Obwohl ein Rentner beim Ausparken auf dem Kühlhausberg in Neustrelitz am Dienstag über den ganzen Parkplatz rauschte und gleich vier andere Wagen demolierte, wurde sein Führerschein bislang nicht eingezogen. Das bestätigte jetzt eine Polizeisprecherin dem Nordkurier. Allerdings werde die Führerscheinstelle über den Verkehrsunfall informiert. Es liege im Ermessen der Führerscheinstelle, weitere Maßnahmen wie eine Gesundheitsprüfung zu veranlassen.

Noch kleine Autoteile auf dem Parkplatz

Die Chaosfahrt auf dem Kühlhausberg, die alle beteiligten Wagen fahrunfähig zurückließ und nach ersten Schätzungen rund 25.000 Euro Schaden nach sich zog, muss für den Unfallfahrer zumindest ein langer Schockmoment gewesen sein. Denn nachdem er beim Rückwärts-Ausparken beim Hammer-Möbelmarkt gegen die ersten Autos gestoßen war, legte er noch einige Dutzend Meter bis vor den Busch Richtung Obi-Baumarkt zurück. Das legen weiße Markierungen der Polizei am Unfallort offen. Diese ließen sich selbst am Tag nach dem Unfall noch deutlich erkennen. Es lagen sogar noch kleine Autoteile auf dem Parkplatz, die mit den weißen Markierungen umkringelt wurden. Die Unfallstelle glich so fast dem Tatort eines schweren Verbrechens.

Unfallstelle wird vom Abschleppunternehmen aufgeräumt

Laut Polizei handelt es sich aber um kein ungewöhnliches Vorgehen. Bei Verkehrsunfällen mit hohem Sachschaden werde in der Regel die Unfallstelle vermessen. Daraufhin werde eine Unfallskizze angefertigt, damit Ermittler und Staatsanwalt den Unfallhergang nachvollziehen und bewerten können. Aufgeräumt werde die Unfallstelle schließlich vom Abschleppunternehmen.

Der seltsame Unfall sprach sich schnell vor Ort rum. Die Mitarbeiter des Imbisses "Chinapfanne" auf dem Kühlhausberg hatten selbstverständlich von dem Vorfall gehört. Beobachtet haben sie ihn allerdings nicht - und das, obwohl die letzte Strecke der Unfallfahrt vom Imbiss aus gut einsehbar ist.

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Kommentare (1)

Fahren kann er doch, er hat einfach nur viel zu große Füße.