Im Spätsommer kommenden Jahres könnte hier auf dem Schlossberg in Neustrelitz Baustart sein, und zwar zur Sicherung
Im Spätsommer kommenden Jahres könnte hier auf dem Schlossberg in Neustrelitz Baustart sein, und zwar zur Sicherung des Kellers für eine spätere Errichtung des Turms. NK-Archiv
Anglika Groh ist Vorsitzende des Residenzschlossvereins Neustrelitz. Foto: ZVG
Anglika Groh ist Vorsitzende des Residenzschlossvereins Neustrelitz. Foto: ZVG ZVG
Bauprojekt

Das sind die nächsten Schritte in der Schlossturm-Planung für Neustrelitz

Der Residenzschlossverein Neustrelitz wird sich mit einbringen fürs Turm-Bauprojekt. Wie ein künftiges Betreibermodell aussehen könnte, sei aktuell aber noch nicht abzuschätzen.
Neustrelitz

Um Gespräche zu führen, braucht es aus Sicht des Residenzschlossvereins aus Neustrelitz keinen Stadtvertreterbeschluss. „Wir stehen Gesprächsanfragen immer offen gegenüber – auch ganz ohne Beschluss und überraschende Beauftragung des Schlossareal-Beirats“, sagt Vereinsvorsitzende Angelika Groh. Tatsächlich sei mit dem Verein seitens der Stadt noch nicht über etwaige Überlegungen gesprochen worden, wonach ein Betreibermodell für den geplanten Schlossturm auf Vereinsbasis möglich wäre.

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Vorbilder in ganz Deutschland

Genau darauf zielt ein Beschlussvorschlag ab, der am 18. Januar im Ausschuss für Kultur und Touristik auf den Tisch kommen soll. Richtigerweise stehe in dem Papier, dass das Interesse der Bevölkerung „besonders stark eingeschätzt wird“. „Für Vorfestlegungen oder gar detaillierte Verpflichtungen ist aber noch nicht die Zeit. Ohne der Meinungsbildung der Mitglieder vorzugreifen, darf ich sagen, dass wir uns verantwortlich einbringen wollen“, sagt Groß. Es gebe deutschlandweit eine ganze Reihe von Beispielen, wie Vereine das tun. Wie so ein Modell für Neustrelitz aussehen könnte, das gleiche derzeit – und mit dem Vorlauf mehrerer Jahre – aber einem Blick in die Glaskugel. „Bevor es um die Details von Betreiberverträgen gehen kann, wird noch enorme Grundlagenarbeit geleistet werden müssen. Und es sind ja noch viele Fragen offen, auch mit Blick auf ein Mehr als den Turm“, so Groh. In die gleiche Kerbe hatte bereits der Stadtpräsident und Sprecher des Schlossareal-Beirats, Ernst August von der Wense, geschlagen. Auch er hält die Diskussion um ein Betreibermodell für verfrüht.

Baubeginn für 2023 vorgesehen

Laut Auskunft aus dem Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern sind die ingenieurtechnischen Untersuchungen für das Projekt „Bellevue“ auf dem Neustrelitzer Schlossberg abgeschlossen. Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen sollen der Stadt Neustrelitz, möglichst in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau, vorgestellt werden, erklärt ein Sprecher des Ministeriums. Der Baubeginn für die Maßnahme, hierbei geht es zunächst um die Sicherung und Beräumung des Schlosskellers, sei für das Jahr 2023 nach der Festspielsaison vorgesehen.

Was eine Beteiligung an den späteren Bewirtschaftungskosten betrifft, so gibt es vom Land eine klare Absage. In der Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Land MV vom Dezember 2019 sei geregelt, dass die Stadt Neustrelitz einschließlich etwaiger Dritter alle mit dem Turm nach Errichtung verbundenen laufenden Kosten und dessen Bewirtschaftung übernehme.

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