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Der Droschkenkutscher mischt sich ein

Ludwig Zachmann (rechts und im Foto mit seinem Bruder Arnhold) wird im Sommer wieder bei den Festspielen im Schlossgarten dabei sein. In der kommenden Woche trifft er erst einmal auf einen Vertreter des Berliner Senats.
Ludwig Zachmann (rechts und im Foto mit seinem Bruder Arnhold) wird im Sommer wieder bei den Festspielen im Schlossgarten dabei sein. In der kommenden Woche trifft er erst einmal auf einen Vertreter des Berliner Senats.
Archiv/Marlies Steffen

Ludwig Zachmann fürchtet um die Zukunft seines Gewerbes. Deshalb kämpft er in Berlin.

Den Neustrelitzer Droschkenkutscher Ludwig Zachmann treibt es zwar nicht in die Politik. Aber er führt in der kommenden Woche ein Gespräch mit einem Berliner Senatsabgeordneten. Dies aus gutem Grund. Denn für Berlin gibt es erneut Bemühungen, die Droschkenkutschen mit ihren Pferdegespannen zu verbieten. Für die Pferde sei der Straßenverkehr zu stressig. Zachmann sieht das naturgemäß anders und will seine Sicht der Dinge nun einem Vertreter der Berliner Landesregierung erklären. Anlass dafür, dass das Thema überhaupt wieder aktuell geworden ist, ist die Online-Petition einer Tierschützerin, die deutschlandweit Droschkenkutschen verbieten möchte und damit in Berlin anfangen wolle, wie Zachmann dem Nordkurier am Freitag sagte. Die Dame hatte 70 000 Unterschriften gesammelt und wollte diese dem Berliner Regierenden Bürgermeister, Michael Müller, übergeben. Dort seien die Unterschriften aber nicht angenommen worden.

Zachmann betreibt schon viele Jahre Droschkenkutschen in Berlin. In Neustrelitz ist er mit seinen Gefährten auch in diesem Jahr wieder zu den Festspielen im Schlossgarten zu erleben. „Das letzte Mal“, wie er bekräftigte. Seinen Wunsch, einmal von Berlin nach Paris mit der Pferdekutsche zu fahren – so wie es einst der legendäre Gustav Hartmann machte – hat er auch noch nicht aus den Augen verloren.