TAUFE

Der Eiszeit-Klotz erinnert nun an ein Forscher-Urgestein

In der Neustrelitzer Kalkhorst wurde ein riesengroßer Findling auf den Namen eines bedeutenden Neustrelitzer Wissenschaftlers und Tierkundlers getauft.
Alexander Block Alexander Block
Zur Taufe des Siemssensteins kamen rund 30 Gäste.
Zur Taufe des Siemssensteins kamen rund 30 Gäste. Alexander Block
Neustrelitz.

Der Neustrelitzer Zoologe und Geologe Adolf Christian Siemssen (1768 bis 1833) erhielt am Wochenende eine zwar sehr späte, aber dennoch besondere Ehrung. Ein 13 Tonnen schwerer Findling wurde im Naturschutzgebiet Kalkhorst bei Neustrelitz auf seinen Namen getauft. Siemssen war zu seiner Lebenszeit unter anderem ein bedeutsamer Vogelkundler in der Region und legte mit seinen Beobachtungen die Grundlage für die Erforschung der heimischen Vogelarten. „Durch seine Arbeit ist unser kulturelles Gedächtnis wieder ein Stück größer geworden“, erklärte der Neustrelitzer Bürgermeister, Andreas Grund (parteilos), während der Taufe.

Eine Hall of Fame für Strelitzer Wissenschaftler

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Art der Ehrung anlässlich des 250. Geburtstages des Wissenschaftlers geht auf Erwin Hemke vom Naturschutzbund (Nabu) zurück. Hemke hat schon mehrere Findlinge in die Kalkhorst bringen und nach bedeutenden Wissenschaftlern benennen lassen. Sozusagen eine heimische Hall of Fame Der Siemssen-Findling ist ein sogenannter Augengneis und wurde in der Kiesgrube in Steinhagen, nördlich von Neustrelitz, gefunden. Wenn der ursprünglich aus Skandinavien stammende Findling nass wird, kommen an mehreren Stellen charakteristische Mineraleinschlüsse – die Augen, zutage.

zur Homepage