EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT

Der Schach-Virus lässt ihn nicht los

Uwe Kollwitz ist seit über 15 Jahren Lehrer im Ehrenamt an der Grundschule „Daniel Sanders“. Er lehrt die Kunst, mit Bauer, König und Turm umzugehen. Und das durchaus mit Erfolg.
Im Namen der Eltern der jungen Schachspieler überreichte Anne Kütter eine besondere Urkunde an Uwe Kollwitz. Er ist
Im Namen der Eltern der jungen Schachspieler überreichte Anne Kütter eine besondere Urkunde an Uwe Kollwitz. Er ist seit mehr als 15 Jahren Schachlehrer im Ehrenamt an der Grundschule Daniel Sanders in Altstrelitz. Ulrich Krieger
Neustrelitz.

Niemals hatte Uwe Kollwitz gedacht, als Schachlehrer jungen Leuten die Kniffe für das königliche Spiel beibringen zu können. Er selbst lernte die Figuren, das Schachfeld und die unterschiedlichsten Züge in einem verregneten Urlaub von einem Altersgefährten, den er bis dahin gar nicht kannte. Mit einem von den Eltern gekauften Schachbuch war dann der Bann endgültig gebrochen. Alle darin beschriebenen Figurenstellungen baute er auf seinem Brett auf und suchte dann nach Lösungswegen – der Schachvirus hatte ihn infiziert.

Dieser Virus ist bis heute aktiv. Als seine Tochter die Grundschule „Daniel Sanders“ besuchte, wurden Mütter oder Väter gesucht, die den Kindern das Schachspiel beibringen können. Nach reichlicher Überlegung meldete sich Uwe Kollwitz bei der Schulleitung. Mittlerweile seit September 2004 gibt er seine Kenntnisse an die Schüler weiter.

Erstes Siegel in M-V

Ständig verbesserten sich die Leistungen der Teilnehmer, erste Turniere wurden besucht und sogar deutschlandweit erhielt die Schachgruppe aus Neustrelitz hohe Anerkennung. Als erste Schule in Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Grundschule „Daniel Sanders“ 2011 das Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“, das sie bis heute weitertragen darf. Damit war das ehrenamtliche Engagement von Uwe Kollwitz mehr als gewürdigt, worauf der Schachlehrer sehr stolz ist. Ganz nebenher errangen seine Schützlinge bei Turnieren eine Vielzahl hervorragender Platzierungen.

Gern weist Kollwitz auf die Vorteile des Schachspielens in der kindlichen Entwicklung hin. „Zurzeit nehmen rund 40 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse im Alter von sechs bis elf Jahren kostenfrei an unseren Übungsstunden teil. Unterstützt werde ich dabei von der Sektion Schach der TSG Neustrelitz“. Die Kinder seien begeistert und würden viel lernen. Ob es ihre mathematischen Fähigkeiten, die Sprache, das Bewältigen von Konfliktsituationen, Sozialverhalten, Fairness, Ausdauer, Konzentration, logisches vorausschauendes Denken oder die Entwicklung von Strategien sind, das alles und noch viel mehr vereint sich in einem Schachspieler, sagt Uwe Kollwitz.

„Bester Schachlehrer forever”

Inzwischen sind schon 15 Jahre vergangen und der Eifer von Uwe Kollwitz lässt nicht nach. Mit einer kleinen Feier im Beisein von Lehrern, Sponsoren und Unterstützern, ohne die vieles nicht realisierbar wäre, wurde dieses Jubiläum jetzt ein wenig verspätet gewürdigt. Sogar eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn, seinem Arbeitgeber, war aus Berlin angereist, um ihrem Kollegen zu gratulieren. „Er ist nicht nur beim Schach so umtriebig und erfolgreich, bei der Arbeit ist er es auch. Wir stehen zu ihm“, war zu erfahren. Auch die Eltern der Kinder sind begeistert, was ihren Kindern in der Schule geboten wird. Mit einer großen Urkunde als „Bester Schachlehrer forever“ zeichneten sie Uwe Kollwitz aus.

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