In der Mitte mit der roten Jacke Helmut Zander, im geringelten Outfit Ludwig Brähmer, die beiden Mitbegründer vor 40
In der Mitte mit der roten Jacke Helmut Zander, im geringelten Outfit Ludwig Brähmer, die beiden Mitbegründer vor 40 Jahren. Rechts davon (v li n Re.) Katrin Brähmer, Gitti Hantel, Dirk Ptakowski, Matthias Pascher (die 4 jetzigen Mirower Dickhäuter) links im Bild Gasteisbader. Diese sind immer gerne herzlich willkommen. Immer Neujahr um 14 Uhr. Hoffentlich im nächsten Jahr wieder zusammen mit dem Wasserskiclub Mirow. Katrin Brähmer
In der Mitte mit der roten Jacke Helmut Zander, im geringelten Outfit Ludwig Brähmer, die beiden Mitbegründer vor 40
In der Mitte mit der roten Jacke Helmut Zander, im geringelten Outfit Ludwig Brähmer, die beiden Mitbegründer vor 40 Jahren. Rechts davon (v li n Re.) Katrin Brähmer, Gitti Hantel, Dirk Ptakowski, Matthias Pascher (die 4 jetzigen Mirower Dickhäuter) links im Bild Gasteisbader. Diese sind immer gerne herzlich willkommen. Immer Neujahr um 14 Uhr. Hoffentlich im nächsten Jahr wieder zusammen mit dem Wasserskiclub Mirow. Katrin Brähmer
Eisbaden

Dickhäuter zelebrieren seit 40 Jahren Eisbaden in Mirow

Mutig sind sie, die Eisbader von Mirow. Und so mancher ist stolz auf diese Tradition, die seit 40 Jahren auf der Tagesordnung steht.
Mirow

Katrin Brähmer setzt die Tradition des Mirower Eisbadens bereits in der zweiten Generation fort. „Zu DDR-Zeiten gab es richtige Eisbader-Treffen in Berlin, wo sich die Eisbader aus der gesamten Republik versammelten“, sagt Brähmer. Ihr Vater war einer der Gründer. 40 Jahre ist es her, seitdem die Dickhäuter Ludwig Brähmer und Helmut Zander 1982 das erste Mal im Strandbad Mirower See eisbadeten. Seitdem findet das eisige Anbaden jedes Jahr am 1. Januar um 14 Uhr statt. In der Regel werden die mutigen Eisbader von 300 bis 350 Zuschauern angefeuert und damit für den Gang ins kalte Wasser motiviert.

Das könnte Sie auch interessieren: Lockdown-Trend Eisbaden: Heilsversprechen oder Risiko?

Nur wenige schauten zu

Aufgrund der Corona-Lage waren es nur 80, die zuschauten. Auch der Wasserskiclub (WSC) aus Mirow konnte dieses Mal nicht dabei sein. Acht Erwachsene und zwei Kinder wagten den Gang ins Wasser. Sie schützten sich vor der Kälte mit Zipfelmützen und waren zum Teil verkleidet. Mancher versuchte auch ein paar Schwimmzüge. „Es ist wichtig, nicht mit dem Kopf unter Wasser zu gehen, da über den Kopf die meiste Wärme verloren geht. Schlimm sind die Füße, da sie die ganze Zeit im Wasser stehen“, heißt es von Brähmer. Es sei vorab kein Training notwendig. Man gehe spontan zweimal rein. Wenn man sich mit dem Handtuch abgerubbelt habe und die Haut durch die gute Durchblutung rot sei, friere man jedoch weniger als das Publikum, so Brähmer. Die Wassertemperatur lag übrigens bei nur 3 Grad Celcius.

Weitere Mitstreiter gesucht

Die Dickhäuter hätten gerne groß gefeiert, was sie aber im nächsten Jahr nachholen wollen. Die Eisbader sind noch auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. Einer, der es einmal probiert hat, meinte: „Es fühlt sich an, als ob man mit tausend Dachlatten geschlagen wird“. Noch mal macht er nicht mit. Es sei sein erstes und letztes Mal gewesen, hieß es.

Das nächste offizielle Saison-Anbaden sei für den 1. Mai um 10 Uhr im Strandbad Mirower See geplant. Dann ist das Wasser natürlich wieder wärmer. Die Eisbader möchten Helmut Zander danken, der sich die ganzen Jahre um die Organisation gekümmert hat. Aus gesundheitlichen Gründen hat er das nun an Katrin Brähmer übergeben.

zur Homepage