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Doppeleinbruch noch ungeklärt

Ein deutliches Signal an alle, die es auf das Hab und Gut von Anita und Rainer Gacek abgesehen haben. Mit diesem Schild am Gartenzaun will das Ehepaar Einbrecher abschrecken.
Ein deutliches Signal an alle, die es auf das Hab und Gut von Anita und Rainer Gacek abgesehen haben. Mit diesem Schild am Gartenzaun will das Ehepaar Einbrecher abschrecken.
Susanne Böhm

Zwei Mal wurde ein Ehepaar in Wrechen Opfer von Einbrechern. Jetzt wehrt sich die Familie mit einem großen Schild am Gartenzaun. Die Polizei hat immer noch keine heiße Spur.

Fünf Monate nach dem spektakulären Doppeleinbruch in ein Einfamilienhaus in Wrechen hat die Polizei noch keinen Tat­verdächtigen. „Das Verfahren läuft gegen Unbekannt und wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben“, sagt Polizeisprecherin Eike Wiethoff.

Die betroffene Familie hat unterdessen Maßnahmen zum Selbstschutz ergriffen. Zwei Belgische Schäfer­hunde bewachen jetzt das Gehöft in dem Dorf am Rande der Feldberger Seenlandschaft. Eine Alarmanlage erfasst alle Bewegungen.

Wen Hunde und Technik noch nicht abschrecken, der wird durch ein großes Schild am Gartenzaun darauf hingewiesen, dass Einbrechen zwecklos ist: „Hier wurde bereits zweimal eingebrochen! In diesem Haus gibt es keine Wertsachen, Schmuck oder Geld mehr!“, steht in großen Lettern weithin sichtbar auf der Tafel. Unter dem deutschen Text steht eine polnische Über­setzung.

Mit dieser Methode sind ganze Banden unterwegs

Zwei Mal wurde das Ehepaar in dem Dorf an der Grenze zu Brandenburg Opfer von Einbrechern. Ende Juni 2011 drangen zum ersten Mal Kriminelle ein. Am helllichten Tag kletterten sie durch ein Fenster in der ersten Etage, durchwühlten alles und erbeuteten Schmuck. Gleich nach der Tat legten sich die Wrechener ihren ersten Wachhund zu.

Doch Mitte September 2014 erlebten die Eigenheimbesitzer den Albtraum zum zweiten Mal. Die Einbrecher betäubten den Hund, verschafften sich Zutritt durch die Terrassentür und durchstöberten wieder das ganze Haus. Auch dieses Mal gingen sie mitten am Tag zu Werke.

Der Fall ist typisch für die Vorgehens­weise von professionellen Einbrechern. „Sie agieren bevorzugt, wenn die Bewohner ­verreist oder tagsüber zur Arbeit sind“, sagt eine Sprecherin des Landeskriminalamtes. Ein Großteil der Einbrüche im Land wird nach Ansicht der Kriminalisten von organisierten Banden verübt.

Kommentare (1)

Ist es denn bekannt welche Sprache die Diebe sprechen ?