Marode

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Die Freundschafts-Brücke über den Pagelsee ist gesperrt

Die Schäden an der Brücke sind unübersehbar. Sie wurde gesperrt.  
Die Schäden an der Brücke sind unübersehbar. Sie wurde gesperrt.
Nationalpark

Wanderer im Nationalpark müssen jetzt einen anderen Weg nehmen. Zu gefährlich wäre es, über das Bauwerk zu gehen.

Die Brücke über den Pagelsee bei Krienke ist ab sofort gesperrt. Damit kann der Wanderweg zwischen Zartwitzer Hütte und Granzin, der bisher über die Brücke führt, nicht mehr genutzt werden. Das teilte die Müritz-Nationalparkverwaltung am Freitag mit. Wanderer werden gebeten, die Straße zwischen Krienke und Granzin zu nutzen.

Das Nationalparkamt Müritz bedauere die Schließung der 80 Meter langen Brücke. Eine ingenieurtechnische Begutachtung im Oktober habe jedoch ergeben, dass die Standfestigkeit des Bauwerks erheblich beeinträchtigt ist. Die Gutachter hätten dringend angemahnt, die Brücke sofort zu sperren. Da Sicherheit oberstes Gebot sei, bestehe zur Schließung keine Alternative. „Das Nationalparkamt prüft die Möglichkeiten einer Sanierung“, heißt es in der Mitteilung.

Anfang der 70er Jahre gebaut

Bereits im Juni hatte die Gemeinde Kratzeburg darauf hingewiesen, dass an der Brücke Sanierungsarbeiten nötig sind. Damals hatte das Nationalparkamt die Sanierung für Mai 2019 zugesagt.

1972/73 errichteten Pioniere der Sowjetarmee die Brücke über den Pagelsee, sie wurde „Brücke der Freundschaft“ genannt. Als das Nationalparkamt im Jahr 2007 die Brücke wegen Baufälligkeit sperren ließ und ihr der Abriss drohte, da geschah das Wunder vom Pagelsee. Einwohner der Gemeinde Kratzeburg bauten die Brücke aus eigener Kraft neu auf. Zehn Monate lang kamen an den Wochenenden viele Helfer zusammen. Im Oktober 2008 war die Brücke fertig.