ATTACKEN

Die Problem-Hunde der Feldberger Seenlandschaft

Im vergangenen Jahr hat es in Feldberg mehrere Hundeangriffe gegeben. Dabei gab es sogar einen Todesfall. Die Bürgermeisterin ist besorgt.
Feldberg ·

Feldberg hat offenbar ein Problem mit mehreren Hunden beziehungsweise deren Haltern. Im vergangenen Jahr kam es zu zahlreichen Vorfällen, bei denen Menschen und auch andere Hunde zu Schaden kamen. Constance von Buchwaldt (SPD), Bürgermeisterin der Feldberger Seenlandschaft, ist jedenfalls besorgt.

Im November ist in Feldberg ein Mann von einem Hund gebissen worden. Polizeiinformationen zufolge war er mit seiner Frau unterwegs, als sich ihm ein Hundebesitzer näherte, der insgesamt vier Hunde an der Leine führte. Drei der Mischlingshunde seien von der Leine gelöst worden, als die tatverdächtigen Männer den später Geschädigten mit seiner Ehefrau erblickten. Die Hunde seien daraufhin zielgerichtet auf das Paar zugelaufen und eines der Tiere biss den Mann in die Wade. Die beiden Tatverdächtigen hätten daraufhin keine Anstalten gemacht, die Tiere anzuleinen.

Frau legte sich auf Hund

Wie Polizeisprecherin Diana Mehlberg von der Polizeiinspektion Neubrandenburg dem Nordkurier sagte, handelt es sich bei dem Hundebesitzer sogar um die Nachbarn des Geschädigten. Es wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich nur knapp eine Woche später im Ortsteil Wrechen der Feldberger Seenlandschaft. Wie es hier seitens der Polizei hieß, habe eine Frau die Hundeschule Wrechen besucht. In einer Pause ging sie mit ihrem Hund spazieren und wurde dabei von zwei freilaufenden Hunden angegriffen. Die Frau habe versucht ihren Hund zu schützen, indem Sie sich auf das Tier legte. Die zwei freilaufenden Hunde hätten dennoch ihren Hund so erheblich verletzt, dass dieser später von einem Tierarzt operiert werden musste. Die Hundebesitzerin habe sich bei diesem Vorfall selbst verletzt. Auch dieser Vorfall ist bei der Polizei aktenkundig.

Hunde dürfen nicht ohne Aufsicht frei laufen

Weitere Verstöße gegen die Hundehalterverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die auch in der Feldberger Seenlandschaft gilt, sind beim Ordnungsamt der Gemeinde gemeldet worden, aber nicht bei der Polizei. So wurde am Silvestertag 2018 im Gemeindegebiet eine Person von einem Hund gebissen, ebenfalls am 9. Mai. Am 13. Juli wurde ein Hund von einem anderen gebissen. Das gebissene Tier verendete später an seinen Verletzungen. Die Hundehalter, die sich nicht an die Vorschriften gehalten haben, müssen auch seitens des Ordnungsamtes mit Strafen rechnen.

Bürgermeistern Constance von Buchwaldt appellierte angesichts der Vorfälle an Hundehalter, ihre Tiere so zu führen, dass keine Gefahr für andere Menschen oder Tiere von ihnen ausgeht. Ein Leinenzwang existiert in der Feldberger Seenlandschaft nicht. Die Hundehalterverordnung Mecklenburg-Vorpommern regelt in ihren allgemeinen Grundsätzen, dass Hundebesitzer körperlich und geistig in der Lage sein müssen außerhalb befriedeter Besitztümer ihren „Hund jederzeit so zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden“. Zudem ist es verboten, Hunde „außerhalb des befriedeten Besitztums ohne Aufsicht frei laufen zu lassen.

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Kommentare (1)

die sich nicht an die Vorschriften gehalten haben, müssen auch seitens des Ordnungsamtes mit Strafen rechnen" heißt es im Artikel. Es wäre äußerst interessant zu erfahren wie diese Strafen aussehen. Eine Verwarnung oder vielleicht 10 Euro "Strafe"??? Meine Erfahrung ist, dass Ordnungsämter im Regelfall vollkommen untätig bleiben!