Gastronomie
Die Schiefe Ebene bekommt eine zweite Chance

Michael Blum und sein Partner Kai Stegemann haben die Schiefe Ebene im Neustrelitzer Stadtteil Altstrelitz gekauft. Im Oktober ist Eröffnung. 
Michael Blum und sein Partner Kai Stegemann haben die Schiefe Ebene im Neustrelitzer Stadtteil Altstrelitz gekauft. Im Oktober ist Eröffnung.
Susanne Böhm

Michael Blum aus Krumbeck und sein Partner Kai Stegemann haben das Altstrelitzer Kult-Lokal Schiefe Ebene gekauft und sanieren das Haus.

Die Kult-Gaststätte Schiefe Ebene in Neustrelitz erfährt eine Renaissance. Viele Jahre war das Haus im Stadtteil Altstrelitz Gaststätte mit Tanzlokal. Auch als Kino wurde es mal genutzt, doch in den vergangenen Jahren ist es ruhig geworden in Altstrelitz‘ bekanntester Adresse. Nur die Catering-Firma Brust und Keule hatte noch ihre Küche dort. Jetzt aber bricht ein neues Zeitalter in dem geschichtsträchtigen Gebäude an.

Michael Blum aus Krumbeck bei Feldberg, besser bekannt als Travestie-Künstlerin Lady Vegas, und sein Partner Kai Stegemann haben das Haus im Juni gekauft. Sie wollen darin ein Catering-Unternehmen betreiben, private Feiern ausrichten und viele eigene Veranstaltungen anbieten. Außerdem richtet Immobilienmakler Kai Stegemann sein Büro in dem Gebäude ein, in dem es auch einen Ticket-Service geben soll. Im Sommer soll ein Biergarten mit Grill zu einem gemütlichen Feierabendbier einladen.

Ende Oktober ist Eröffnung

Die alte Catering-Firma ist bereits ausgezogen. Seine Gaststätte in der Neubrandenburger Oststadt hat Michael Blum geschlossen. „Vier Jahre habe ich dort ausgehalten“, sagt er. Jetzt will er sich voll und ganz auf sein neues Projekt konzentrieren. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten in dem denkmalgeschützten Haus sind in vollem Gang. Alles wird so originalgetreu wie möglich hergerichtet. Am 20. Oktober ist Eröffnung.

Unter anderem wird das ramponierte Parkett teils aufgearbeitet, teils erneuert. Im Erdgeschoss bleibt die Küche. Im Eingangsbereich wird eine Garderobe mit Kasse eingerichtet, dahinter ein Büro. Toiletten und Bühne werden modernisiert, der Tresen erneuert. In der oberen Etage entstehen eine Loge mit Balkon für kleinere Partygesellschaften und ein weiteres Büro. Die Kosten für die Modernisierung kann Michael Blum nur schätzen. „Wir werden wohl die 100 000er-Marke knacken.“ In den kommenden Jahren werde sich noch einiges tun. „Wir schaffen nicht alles auf einmal, machen alles nach und nach. Jedes Jahr wird sich etwas verändern. Der Plan ist, dass wir in fünf Jahren alles fertig haben.“