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Die Tafel bleibt trotz Ipse-Abschied in Mirow

Die Tafel in Mirow wird es weiterhin geben. Das Hilfsangebot ist zwar bei der Ipse untergebracht, wird aber vom Verein aus Neustrelitz betrieben (Archivbild).
Die Tafel in Mirow wird es weiterhin geben. Das Hilfsangebot ist zwar bei der Ipse untergebracht, wird aber vom Verein aus Neustrelitz betrieben (Archivbild).
Susanne Böhm/Archiv

Mit dem Ausstieg der Kleinseenplatte aus der Ipse wird sich die gemeinnützige Gesellschaft von ihren Standorten in Mirow und Wesenberg verabschieden.

Die Ipse-Standorte in Mirow und Wesenberg werden abgewickelt. Das ist die Konsequenz nach dem Ausstieg des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte aus der Gemeinnützigen Innovativen Personal- und Strukturentwicklungsgesellschaft (Ipse). Diese soll bis zum Jahresende umstrukturiert werden, steht seit Kurzem fest. Von den bisherigen neun Anteilseignern scheiden fünf aus – darunter auch die Ämter Neustrelitz Land und eben die Kleinseenplatte.

Was bedeutet das nun für die sozialen Angebote, die in Mirow und Wesenberg durch die Ipse ganz oder teilweise abgedeckt werden? In Wesenberg werde es künftig den Standort mit Holzwerkstatt nicht mehr geben, erklärt Wesenbergs Bürgermeister Helmut Hamp. Bei den Gebäuden am Bahnhof handle es sich um eine kommunale Liegenschaft, in der die Ipse eingemietet ist. Das heißt, die Stadt müsse sich nun überlegen, wie das Areal künftig zu nutzen sei.

Zu wenig Interesse

In Wesenberg werden aber auch noch die Schulsozialarbeit und der Jugendclub durch Beschäftigte der Ipse abgesichert – und das soll weiterhin so bleiben. „Da gibt es das Angebot, dass die Ipse weiterhin die Betreuung übernimmt“, sagt Hamp. Bestätigt wird das von Ipse-Chefin Irene Neuperth. „Wir sind in Wesenberg Träger der Jugendarbeit, was unabhängig davon laufen kann, ob wir vor Ort sind oder nicht“, erklärt sie. Des Weiteren sei der Rückzug vom benachbarten Standort in Mirow beschlossene Sache. Auch dort sei die IPSE nur Mieterin der Gebäude und ziehe nun aus, so Neuperth.

In Mirow hat die gemeinnützige Gesellschaft unter anderem eine Kleiderkammer aufgebaut. Stand Anfang dieser Woche noch nicht fest, wie und ob es überhaupt damit weitergehen könne, so wurde am Dienstag das Aus der Kleiderkammer beschlossen. Der Zulauf sei zu gering gewesen, begründet Mirows stellvertretender Bürgermeister Henry Tesch (CDU) die Entscheidung. Die Tafel hingegen soll vom IPSE-Auszug unberührt bleiben. „Die Tafel bleibt erhalten“, erklärt Tesch.

Schon lange diskutiert

Die Lebensmittelausgabe für bedürftige Menschen ist zwar auf dem Mirower Gelände der Ipse untergebracht, wird allerdings als Außenstelle der Neustrelitzer Tafel auch vom Neustrelitzer Tafel-Verein betrieben. „Wir konnten ja mit großer Hilfe der Gemeinde in ein ehemaliges Baustellengebäude umziehen und gehen davon aus, dass es dort auch weitergehen kann“, sagt Thomas Hildebrandt vom Verein.

Über Strukturveränderungen bei der IPSE bis hin zur Liquidation wurde in den Gemeinden schon lange diskutiert. Mit dem Wegfall vieler Beschäftigungsmodelle übernahm die Gesellschaft immer weniger Leistungen für die Kommunen. In der Ipse verbleiben die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft und die Stadt Neustrelitz als kommunale Anteilseigner. Beide hatten sich ohnehin besonders stark gemacht für den Erhalt der Ipse. Neustrelitz hat ein besonderes Interesse, weil die Ipse das Slawendorf am Zierker See betreibt.