Kieswerk bei Neustrelitz
Schwerlastkran scheitert an Findling

Es half nichts, der riesige Findling mit seinen mehr als 20 Tonnen war im Kieswerk Steinwalde nicht mit dem Kran zu heben. Jetzt sollen zunächst Betonplatten verlegt werden, damit der Kran einen festen Untergrund bekommt.
Es half nichts, der riesige Findling mit seinen mehr als 20 Tonnen war im Kieswerk Steinwalde nicht mit dem Kran zu heben. Jetzt sollen zunächst Betonplatten verlegt werden, damit der Kran einen festen Untergrund bekommt.
Ulrich Krieger

Da gibt sogar der Spezialkran auf. Ein 20 Tonnen-Findling vom Kieswerk Steinwalde bei Neustrelitz ist zu schwer für den Transport. Er soll auf einem Höhenweg an einen besonderen Heimatforscher erinnern.

Das ist dann mal ein zu schwerer Brocken! Jedenfalls gestaltet sich der Transport eines riesigen Findlings vom Kieswerk Steinwalde bei Neustrelitz in die Feldberger Seenlandschaft schwieriger als gedacht. Eigentlich wollte die Wesenberger Kranfirma von Uwe Gestewitz bereits Ende vergangener Woche den massigen Stein auf ein Transportfahrzeug der Dolgener Abbruchfirma Otto Freerk wuchten. Der Småland-Granitstein, dessen Eiszeitwanderweg in Schweden begann, konnte aber nicht verladen werden.

Der extra eingesetzte Schwerlastkran konnte im Kieswerk Steinwalde nicht seine volle Kraft ausspielen. Die Bodenverhältnisse waren zu schlecht. Zudem ist der Stein ein viel schwererer Brocken als zunächst angenommen. Bei den Versuchen, ihn zu heben, stellte sich eine Last von über 20 Tonnen heraus. Kieswerksleiter Reinhard Haase und Kranführer Ronny Kippel besprachen zusammen mit dem Naturschützer Erwin Hemke und mit dem Unternehmer Otto Freerk die weitere Vorgehensweise.

Spende für den NABU

Das Fazit: Zuerst muss ein fester Untergrund geschaffen werden, große Betonplatten müssen verlegt werden. Und für den Transport braucht es außerdem einen Tieflader. Ein neuer Termin muss jetzt noch abgestimmt werden, denn der Tieflader der Abrissfirma kann nicht kurzfristig vor Ort sein.

Das Neustrelitzer Kieswerk des Cemex-Konzerns spendiert diesen großen Stein dem Naturschutzbund NABU. Alle an der Verladung und dem Transport beteiligten Firmen stellen keine Rechnung. Der Findling soll auf dem Reinhard-Barby-Höhenweg auf dem Feldberger Reiherberg aufgestellt werden. Damit soll an den Naturschützer und Heimatforscher Barby (1887 bis 1974) erinnert werden, der sich um die Feldberger Region große Verdienste erwarb.