:

Doch noch eine Lösung für die B 198-Umgehung?

Einen Kilometer von Mirow entfernt liegt das Dorf. Einige Einwohner wehren sich gegen die Umgehungsstraße, die vor den Toren ihres Dorfes gebaut werden soll.
Einen Kilometer von Mirow entfernt liegt das Dorf. Einige Einwohner wehren sich gegen die Umgehungsstraße, die vor den Toren ihres Dorfes gebaut werden soll.
Susanne Böhm

Mit einem Lärmschutzwall wollen das Straßenbauamt Neustrelitz und die Stadt Mirow den Streit um Mirows Umgehungsstraße schlichten. Sie hoffen, dass sich die Starsower von dem Angebot überzeugen lassen und die Straße akzeptieren.

Das Straßenbauamt Neustrelitz und die Stadt Mirow versuchen, die Wogen um Mirows Umgehungsstraße zu glätten. Sie wollen den Starsowern einen Landschaftswall als Lärmschutz anbieten und hoffen, dass das Dorf die neue Straße vor seinen Toren dann akzeptiert. Bei einer Einwohnerversammlung wollen Straßenbauamtsleiter Jens Krage und Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) den Starsowern den Vorschlag erläutern.

Eine Bürgerinitiative aus Starsow klagt gegen die Straße. Die Kläger rügen vier Sachverhalte. Zum einen solle ein Teil ihres Grundstückes für die Straße in Anspruch genommen werden. Zum anderen seien dem Straßenbauamt rechtliche Fehler bei der öffentlichen Bekanntmachung der Planunterlagen unterlaufen. So sei keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen worden. Außerdem wird der geplante Verlauf der Straße bemängelt. Obendrein habe es Fehler bei der Lärmberechnung gegeben.

„Wenn die Kläger die Klage nicht zurückziehen und zu Ende klagen, wird das wohl noch Jahre dauern. Im schlimmsten Fall muss mit hohem finanziellen Aufwand die Umweltverträglichkeitsprüfung nachgeholt werden. Auch ohne diese Nachbesserung ist der Planungsaufwand schon riesig, verschlingt fast 30 Prozent der ganzen Bausumme. Dann wäre kein Geld mehr für eine Lärmschutzwand da“, so Schmettau.