Baustelle

Doppelter Brückenbau bei Neustrelitz – Vollsperrung bis in den Sommer hinein

Für mehr als 1,3 Millionen Euro werden zwei Brücken bei Godendorf und Dabelow saniert. Zwei Kreisstraßen müssen bis Juli gesperrt bleiben.
Die Brücke in Godendorf-Papiermühle ist arg in die Jahre gekommen. Zudem führt kein Gehweg über den M&uuml
Die Brücke in Godendorf-Papiermühle ist arg in die Jahre gekommen. Zudem führt kein Gehweg über den Mühlenbach. Der Neubau wird auch Fußgängern Platz einräumen. Tobias Lemke
Über die Brücke kurz vor dem Ortseingang Dabelow darf jeweils nur ein Fahrzeug aus einer Richtung mit 10 km/h rollen
Über die Brücke kurz vor dem Ortseingang Dabelow darf jeweils nur ein Fahrzeug aus einer Richtung mit 10 km/h rollen. Der Gegenverkehr muss dann warten. Tobias Lemke
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Dabelow

Die Anwohner in Godendorf und Dabelow sowie Besucher, die in die Dörfer wollen, müssen mit Beginn des neuen Jahres längere Fahrtwege einplanen. Vom 4. Januar an sollen in der Ecke gleich zwei Brückenbauwerke erneuert werden. Für die Bauarbeiten müssen die Kreisstraßen MSE 90 und MSE 91 voraussichtlich bis zum 31. Juli 2021 für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt werden, kündigt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unterdessen an.

Gebaut wird zum einen auf der Querung über das Mühlenfließ bei Dabelow. Zudem muss die Brücke über den Mühlenbach in Godendorf-Papiermühle saniert werden. Eine Umleitungsstrecke werde über die B 96, Fürstenberg, Lychen und Retzow nach Dabelow, führen. Während der Bauzeit sei kein Durchgangsverkehr möglich. „Im Zuge der Bauvorbereitung wurde umfassend geprüft, ob während der Bauphase Ersatzbrücken errichtet werden können. Dies ist bei beiden Brückenbaustellen aufgrund der jeweiligen Bedingungen vor Ort nicht möglich“, erklärt Kreis-Sprecherin Tilla Steinbach.

Andere Regelungen für den Schülerverkehr

Wegen des Brückenbaus muss der Schülerverkehr anders geregelt werden. Die Busse aus und nach Dabelow nehmen die Umleitung. In Godendorf-Papiermühle werden hingegen zwei Haltestellen angefahren, ein Mal am Abzweig „Waldesruh“ und dann noch im Bereich Teerofen Hausnummer 8 (Gemeindehaus). Weitere neue Regeln, die den Busverkehr betreffen, wird die Mecklenburgisch-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft im Voraus bekannt gegeben. Auf die Müllentsorgung haben die Bauarbeiten in beiden Orten keine Auswirkungen.

Die Brücke in Godendorf-Papiermühle befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Außerdem ist auf der Brücke kein Gehweg vorhanden. Die Standsicherheit sowie Dauerhaftigkeit des Bauwerks seien beeinträchtigt, Folgeschäden zu erwarten. Der Brückenbau sei erforderlich und solle gleichzeitig die Verkehrssicherheit für Fahrzeuge und Fußgänger verbessern, erklärt Steinbach. Für die Gesamtinvestition inklusive aller Nebenkosten seien rund 684 000 Euro veranschlagt.

Nur noch einspurig über die Brücke

Der Neubau der Brücke über das Mühlenfließ bei Dabelow sei ebenfalls wegen des schlechten Zustandes erforderlich. „Die Brücke zeigt bereits Schäden auf, weshalb die Standfestigkeit beeinträchtigt ist“, so Steinbach. Der Verkehr wurde zuletzt nur noch einspurig über das Bauwerk geführt. Die Gesamtkosten für den Brückenbau betragen hier rund 660 000 Euro. Mit dieser Brücke wird nun der vierte von fünf geförderten Bauabschnitten auf der MSE 90 in Angriff genommen. Saniert wurde zuvor bereits der Abschnitt von Dabelow bis zum Abzweig Brückentinsee und später bis zur Landsgrenze sowie die Pflasterstraße in Comthurey. Der fünfte und letzte Bauabschnitt wird der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt in Dabelow sein. Zu großen Teilen finanziell unterstützt werden die Sanierungsarbeiten dabei durch das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Anwohner werden um Verständnis gebeten

Die beiden Brücken liegen nur fünf Autominuten voneinander entfernt. Dass nun zeitgleich an beiden Bauwerken gebaut wird, sei bewusst so entschieden worden, heißt es. „Da in beiden Fällen die gleiche Umleitungsstrecke ausgewiesen werden muss, hat sich der Landkreis für einen zeitgleichen Bau entschieden, um so die Verkehrseinschränkungen zu minimieren“, erklärt Steinbach. Alle Anlieger, die demnächst mit den Einschränkungen leben müssen, werden um Verständnis gebeten. Bei Problemen können sich Anwohner ans Bauamt des Landkreises wenden.

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