Unter den Einreichungen zum Daniel-Sanders-Sprachpreis wurden die Beiträge von Anna Sophie Rütz, Mathilda Friedel un
Unter den Einreichungen zum Daniel-Sanders-Sprachpreis wurden die Beiträge von Anna Sophie Rütz, Mathilda Friedel und Henriette Thuir (4.-6. von links) mit einer Anerkennung gewürdigt. Foto: Susanne Schulz Susanne Schulz
Kein Hauptpreis

Drei Anerkennungen beim Daniel-Sanders-Sprachpreis

Beim Schüler-Wettbewerb zu Ehren des Strelitzer Gelehrten Daniel Sanders gab es diesmal zehn Einsendungen – und keinen klaren Gewinner.
Neustrelitz

Beim Daniel-Sanders-Sprachpreis der Stadt Neustrelitz sind in diesem Jahr drei Anerkennungen vergeben worden. Unter zehn Einreichungen – übrigens erstmals durchweg von Mädchen – wurden die Texte von Mathilda Friedel, Anna Sophie Rütz und Henriette Thuir am Dienstagabend im Kulturquartier mit jeweils 250 Euro prämiert. Alle drei sind Schülerinnen am Gymnasium Carolinum, wie fast sämtliche Teilnehmerinnen; lediglich ein Beitrag kam aus der Nehru-Schule.

Der Sprachpreis wird seit 1999 jährlich von der Stadt Neustrelitz ausgelobt für Schülerinnen und Schüler, die im Gebiet des Altkreises Mecklenburg-Strelitz leben oder zur Schule gehen. Benannt nach dem Strelitzer Gelehrten und Sprachforscher Daniel Sanders (1819 – 1897), wird er vergeben für Sachtexte zu einem frei gewählten Thema.

Neue Ausschreibung im Herbst

Damit greife die Stadt Sanders’ Anliegen auf, sich klar und unmissverständlich auszudrücken, betonte Laudatorin und Jury-Mitglied Kathrin Schröder. Jedoch habe Sprache „definitiv ihre Tücken“, kommentierte sie den hohen Anspruch der Jury, der die diesjährige Entscheidung im Sinne des Namenspatrons nicht leicht gefallen sei. Allen – meist in schulischem Zusammenhang entstandenen – Arbeiten hätte es gut getan, für die Einreichung noch einmal mit etwas zeitlichem Abstand überarbeitet zu werden. Daher sei der mit 500 Euro dotierte Hauptpreis in diesem Jahr nicht vergeben worden, statt dessen habe die Jury sich zu den Anerkennungen für drei „fast prämierungswürdige“ Arbeiten entschlossen.

So überschaubar die Zahl der Einsendungen, so breit war indessen auch diesmal das thematische Spektrum: Mathilda Friedel geißelte in einem leidenschaftlichen Text die Menschen als Parasiten, die Raubbau mit ihren Ressourcen betreiben, und appellierte, sorgsamer mit der Umwelt umzugehen. Anna Sophie Rütz nahm die im Griechisch-Unterricht behandelten Herodot-Historien zum Anlass für einen Essay über das Träumen und ihre eigenen Träume. Henriette Thuir, die im vergangenen Jahr den Daniel-Sanders-Sprachpreis erhalten hatte, setzte sich mit der Zunahme häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie auseinander. Im Herbst wird der Daniel-Sanders-Sprachpreis erneut ausgeschrieben.

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