TOURISMUS

Durchgängiger Radweg soll Mirow mit Rechlin verbinden

Zwei Gemeinden, die bereits erfolgreich über Grenzen hinweg Strecken umsetzen konnten, wollen die nächste Verbindung angehen.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Hier an der Jugendherberge soll der neue Radweg auf der Mirower Seite seinen Anfang nehmen.
Hier an der Jugendherberge soll der neue Radweg auf der Mirower Seite seinen Anfang nehmen. ©Danny Gohlke/Archiv
Mirow.

Kaum ist eine Radlerpiste fertig, da wird schon an der nächsten gefeilt. Die Bürgermeister aus Rechlin und Mirow haben in dieser Woche in der Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte auf der Mirower Schlossinsel ein neues Radwege-Projekt vorgestellt. Demnach könnte demnächst eine weitere Verbindung zwischen den beiden Gemeinden und Tourismusregionen entstehen. Diese soll ab der Jugendherberge in Mirow über den Rechliner Ortsteil Kotzow nach Rechlin führen.

Viel bessere Möglichkeiten für Rundkurse

Im Sommer wurde gerade erst eine nördliche Radwegverbindung zwischen Mirow und Rechlin eingeweiht. Diese führt ab Granzow, über Zietlitz und Zartwitz bis nach Boek durch den Müritz-Nationalpark. Weiter im Süden können Radler zudem schon seit Längerem auf dem alten Bahndamm in Richtung Lärz zwischen beiden Orten unterwegs sein.

Die jetzt neu geplante Strecke würde dieses Netz weiter ergänzen, sei noch mal ein nötiger Lückenschluss, erklärt Mirows Bürgermeister Henry Tesch (CDU). Denn mit dem rund fünf Kilometer langen Ausbaustück hätten Urlauber und auch Einheimische eindeutig viel bessere Möglichkeiten, um etwa Rundkurse abzufahren und um andere überregionale Radwegrouten zu erreichen. „Gerade wer mit Kindern fahren möchte, braucht auch kürzere Rundkurse“, erklärt Tesch. Genau das sei mit dem neuen Teilstück ebenfalls möglich.

Fördermittel müssen eingeworben werden

Die Idee steht zwar und beide Seiten sind sich einig, noch steckt das Projekt allerdings in den Kinderschuhen. In einem nächsten Schritt gehe es nun darum, Fördermittel für das Vorhaben einzuwerben. „Als wichtige touristische Infrastruktur sollte die Chance auf großzügige Förderung aus Schwerin nicht schlecht sein“, sind sich Tesch (Mirow) und sein Amtskollege aus Rechlin, Wolf-Dieter Ringguth (CDU) einig. Beide Bürgermeister betonen, dass erneut ein Bauprojekt über Gemeindegrenzen hinweg realisiert werden könne. Das sei bis heute leider keine Selbstverständlichkeit. Von „Kirchturm-Politik“ sei oft genug die Rede.

Beide Gemeinden würden von der neuen Verbindung profitieren. Für die Mirower und ihre Gäste stelle die Route eine noch kürzere Anbindung an die Müritz als „Marke“ dar. Für die Rechliner und ihre Besucher erschließe sich die wunderbare Kultur- und Geschichtswelt, die sich mit Barockschloss, Johanniterkirche und Kavaliersgelände auf der Insel in Mirow präsentiert, schwärmen die Radweg-Initiatoren. Genau deshalb haben Stadt- und Gemeindevertreter beider Orte schon in der Vergangenheit gemeinsam an einem Radrundweg gearbeitet, der das Erleben von Natur im Müritz-Nationalpark genauso ermöglicht wie etwa den Besuch des Luftfahrttechnischen Museums in Rechlin oder des 3-Königinnen-Palais‘ in Mirow. „Auch diesmal könnte das Zauberwort wieder ‚interkommunale Zusammenarbeit‘ lauten“, so Henry Tesch und Wolf-Dieter Ringguth weiter.

Arbeitstitel: „Kleine Schlössertour”

Das neue Radwegeprojekt würde zudem weitere wichtige Ziele der Urlauberregion anschließen. Allen voran ist da die Jugendherberge in Mirow mit vielen Übernachtungsgästen zu nennen, oder neben der Schlossinsel in Mirow auch das klassizistische „Retzower Schloss“.

Der Arbeitstitel des Projekts lautet daher auch „Kleine Schlössertour“. Die Ausbaustrecke soll die rund fünf Kilometer von der Jugendherberge bis Kotzow umfassen. Ab dort können die Radler dann über die vorhandene Ortsverbindung durch Retzow und vorbei am „Sprotschen Berg“ Rechlin erreichen.

 

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