Katrin Lindner macht sich rar

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Einstige Rockröhre lässt es ruhiger angehen

Katrin Lindner will in Zukunft mehr Zeit haben und hauptsächlich als Texterin und Komponistin arbeiten.
Katrin Lindner will in Zukunft mehr Zeit haben und hauptsächlich als Texterin und Komponistin arbeiten.
Ute Köpke

Mit ihrer unverwechselbaren Stimme mischte Katrin Lindner die Konzertlandschaft bereits zu DDR-Zeiten auf. Ab diesem Jahr will sie kürzer treten und ihre Power verstärkt in die Malerei stecken.

Nach Höhen und Tiefen des Lebens seit kurzer Zeit wieder mit neuen CDs im Rampenlicht, hat die auf dem Farmland-Hof bei Quadenschönfeld lebende Musikerin Katrin Lindner neue Vorsätze gefasst. „Ich will konzertmäßig nicht mehr unterwegs sein“, erklärt die 66-Jährige. Damit kann also das für den 7. März im Neubrandenburger Schauspielhaus angekündigte Konzert einer ihrer letzten Auftritte sein. „Dann will ich meine Power verstärkt in die Malerei stecken“, erklärt Katrin Lindner. Künstlerisch aktiv war sie schon immer, hatte sogar ursprünglich bildende Kunst studiert.

Mit der CD "Nichts bleibt" hat Katrin Lindner vor vier Jahren die Vision zu einem interessanten Gesamtkunstwerk entwickelt. Als sie dann am Album „Gegen die Zeit...“ arbeitete, setzte sie ihre Vision unter dem Titel „Lieder zum Sehen und Bilder zum Hören“  mit einem Bildband und den beiden Musikwerken dazu fort.

„Mit der Kunst habe ich mich aus der Krise befreit“, empfindet die 66-Jährige. Eine magische Stimmung entstehe durch die Verbindung von Musik, Text und Malerei. In diese Richtung wolle sie weiter gehen und überdies mehr als Texterin und Komponistin arbeiten.

Dazu komme auch die Entscheidung, sich vom Farmland-Hof zu trennen. Wohin es konkret gehe, wisse sie noch nicht. Das betreffe auch ihren Wunsch nach Reisen, bei dem sie die geographischen Ziele offen lässt. Das werde sich dann schon finden.