„Der Kleine Vampir“, eine Dampflok aus Privatbesitz, die 2001 aus Rumänien geholt wurde, war im Lokschuppen z
„Der Kleine Vampir“, eine Dampflok aus Privatbesitz, die 2001 aus Rumänien geholt wurde, war im Lokschuppen zu bestaunen. Jana Schrödter
Mitarbeiter der Deutschen Bahn, Vereinsvorsitzende Conny Förster und Eisenbahnfotograf Bernd Wüstemann im Austausch.
Mitarbeiter der Deutschen Bahn, Vereinsvorsitzende Conny Förster und Eisenbahnfotograf Bernd Wüstemann im Austausch. Jana Schrödter
Vereinsvorsitzende Conny Förster erklärt Besucher Sebastian Wulff die alten Fahrtstrecken anhand von Fotos.
Vereinsvorsitzende Conny Förster erklärt Besucher Sebastian Wulff die alten Fahrtstrecken anhand von Fotos. Jana Schrödter
Eine Hebelbank vom Bahnhof Wutike/Brandenburg mit der Fahrtstrecken, Weichen und Signale gestellt werden. Foto: Jana Schr&ouml
Eine Hebelbank vom Bahnhof Wutike/Brandenburg mit der Fahrtstrecken, Weichen und Signale gestellt werden. Jana Schrödter
Ein Blick ins Museum. Foto: Jana Schrödter
Ein Blick ins Museum. Jana Schrödter
Viele Menschen fuhren trotz Regen mit der Hafenbahn. Foto: Jana Schrödter
Viele Menschen fuhren trotz Regen mit der Hafenbahn. Jana Schrödter
Hafenbahn

Eisenbahnfreunde kommen auf ihre Kosten

Das erste Lokschuppenfest musste zwar etwas unter dem Wetter leiden. Aber die Besucher, die kamen, zeigten großes Interesse an den Fahrzeugen und anderen Ausstellungsstücken.
Neustrelitz

Petrus meinte es am Wochenende nicht so gut mit den Besuchern des ersten großen Lokschuppenfestes auf dem Gelände des Vereins Hafenbahn Neustrelitz. Stark- und Dauerregen zwangen einige Akteure schon gegen Mittag, das Feld zu räumen. DRK und THW hatten ihre Stände bereits abgebaut und die Feuerwehr musste zum Einsatz rausrücken und war daher auch nicht mehr präsent.

Bahn fuhr öfter als geplant

„Trotz des Regens hatten wir schätzungsweise 400 Besucher. Die meisten zog es zum Lokschuppen“, sagte Vereinsvorsitzende Conny Förster. Im Triebwagen hatte sich ein Magnetventil verklemmt und musste repariert werden. Die Fahrten wurden entsprechend angepasst und die Hafenbahn fuhr öfter als zunächst geplant. Bis nachts zwei Uhr seien die Gleise für die Mini-Dampfeisenbahn verlegt worden. „Hier hätten es etwas mehr Mitfahrer sein können“, so Förster. Die Deutsche Bahn beriet junge Leute an ihrem Info-Stand über ihre Ausbildungsmöglichkeiten. „Die Kontaktpflege war entspannt und gut, circa 50 Menschen wurden beraten“, hieß es vom Leiter HR Partner Neustrelitz Christian Hoyer.

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Bernd Wüstemann präsentierte Eisenbahninteressierten einen spannenden historischen Filmvortrag. „Viele Ältere haben sich an persönliche Erlebnisse erinnert. Auch ein ehemaliger Lokführer hat die Veranstaltung besucht“, erzählte Wüstemann, der ursprünglich aus dem Südharz stammt. Seit 55 Jahren beschäftige er sich mit der Eisenbahnfotografie. „Wir suchen noch immer alte Privataufnahmen oder Dias, um damit unsere Vorträge noch besser illustrieren zu können“, sagte er. Besucher Sebastian Wulff war sehr interessiert und hatte viele Fragen an die Bahnexperten. „Das Wetter ist ja nicht so toll. Aber es gefällt mir sehr“, sagte der Eisenbahnfreund. Thoralf Köhnemann besuchte die Ausstellung mit seinem Vater und seiner kleinen Tochter. „Wir wohnen gleich um die Ecke und sind schon öfter hier gewesen“, erzählte er.

Schwarze Dampflok wurde bewundert

Die Ausstellung beinhaltete Reichsbahnutensilien aus dem 19. Jahrhundert, originale Fahrkartenstempel mit Farbband und Prägedruck für Edmonsche Fahrkarten. Im Lokschuppen ließ sich auch eine schwarze Dampflok bewundern. Sie trage den Namen „Kleiner Vampir“, sei im Privatbesitz und 2001 aus Rumänien geholt worden, erläuterte Conny Förster. Auch ein Triebwagen, der 1927 das erste Mal in Betrieb ging, war zu sehen. „Das Fahrzeug ist eine Leihgabe des DB Museums Nürnberg“, sagte Axel Schütze, Schriftführer im Verein. Alle acht Jahre benötige der Wagen eine Hauptuntersuchung. Ein fünfstelliger Betrag werde dafür fällig, den der Verein komplett tragen müsse. Wer hier unterstützen möchte, könne das mit einer Spende tun, da die Einnahmen oft die Kosten der Untersuchung nicht abdecken können, warb der Verein um Unterstützung.

 

 

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