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Erinnerungen an eine Hochzeit im Tiefschnee

In einem großen dicken Fotoalbum haben Joachim und Elfriede Rechlin das Familienleben dokumentiert.
In einem großen dicken Fotoalbum haben Joachim und Elfriede Rechlin das Familienleben dokumentiert.
Andrea Dittmar

Joachim und Elfriede Rechlin aus Fürstenhagen kennen das Geheimnis einer guten Ehe: Viel miteinander zu lachen – auch wenn das Wetter nicht mitspielt ...

Wenn sich Joachim Rechlin an seine Hochzeit vor 60 Jahren erinnert, sieht er immer noch die Schneeberge vor sich. „Am 22. Januar 1955 hatten wir 17 Grad minus“, sagt der Rentner. Er heiratete seine Elfriede damals im Herrenhaus im uckermärkischen Buchenhain, und der Schnee lag so hoch, dass der Fotograf im Schnee stecken blieb. Aufnahmen von dem Fest gibt es dennoch, und da sie schwarz-weiß sind, verschwimmen die Konturen des weißen Hochzeitskleids in den Schneemassen.

„Drei Monate nach der Hochzeit wurde unsere älteste Tochter geboren“, erzählt Joachim Rechlin. 1957 zog die Familie nach Fürstenhagen. Noch heute kommen Kinder und Enkel, die in der Nähe wohnen, am Sonntag vorbei. „Wir haben drei Generationen Rechlin im Dorf.“

Und die sind geübt darin, große Feste zu feiern. Im November haben Joachim und Elfriede Rechlin Geburtstag – da wird alle fünf Jahre gemeinsam ein großer Kuchen angeschnitten. „Fünfzehn Tage ist meine Frau älter, so lange muss ich auf sie hören“, ulkt Joachim Rechlin, und seine Frau droht scherzhaft mit dem Zeigefinger.