BEI NEUBRANDENBURG

Erneut Ausbruch von Geflügelpest in der Mecklenburgischen Seenplatte

Die Schutzmaßnahmen betreffen in einem Umkreis von zehn Kilometern fast 900 Betriebe zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz. Rund 41.000 Tiere müssen getötet werden.
Ein Schild mit der Aufschrift „Geflügelpest Sperrbezirk” steht an einer Straße. Auch im Landkreis Meckl
Ein Schild mit der Aufschrift „Geflügelpest Sperrbezirk” steht an einer Straße. Auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, diesmal rund um Blankensee im Amtsbereich Neustrelitz-Land ist die Vogelgrippe ausgebrochen (Symbolbild). Stefan Sauer
Sperrbezirik um Blankensee
In der Gemeinde Blankensee ist die Geflügelpest ausgebrochen. Ch. Sauerteig
Blankensee ·

In einem Geflügelhaltungsbetrieb in der Gemeinde Blankensee ist die Vogelgrippe (H5N8) nachgewiesen worden. Betroffen sind in dem Betrieb im Amtsbereich Neustrelitz-Land (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) etwa 41.000 Tiere, die nun tierschutzgerecht getötet werden müssen, wie es in einer Mitteilung aus dem Veterinäramt des Landkreises heißt. Auf Grundlage der amtlichen Ergebnisse wurden zudem notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche festgesetzt. So wurde ein Sperrbezirk von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb festgelegt.

Mehr als 880 Betriebe im Beobachtungsgebiet

Geflügel, Fleisch und Eier dürfen nunmehr nicht in sowie aus den Restriktionsgebieten verbracht werden. In dem Sperrbezirk befinden sich noch 120 weitere Geflügelhaltungen mit einem Bestand von insgesamt circa 42 000 Tieren. Im Beobachtungsgebiet sind sogar 883 Betriebe mit insgesamt circa 178 400 Tieren betroffen. Alle müssen jetzt aufgestallt werden und die Betriebe sowie die Kleinsthalter müssen strenge Hygieneauflagen umsetzen, machte Landkreissprecherin Tilla Steinbach deutlich.

Auf der Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist die entsprechende Allgemeinverfügung bekannt gemacht worden. Im Geodatenportal sind auf einer interaktiven Landkarte die aktuellen Sperrgebiete und weitere Informationen zu Seuchen abrufbar. Zum Geoportal gelangen die Nutzer über den Link https://geoport-lk-mse.de/mp/portale/tierseuchen_mse. Neben den Sperrmaßnahmen werden auch epidemiologische Ermittlungen durchgeführt, um die Ursache für den Seuchenausbruch sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen.

Ausbruch kürzlich auch in Wredenhagen

Erst vor wenigen Tagen war bei einem privaten Geflügelhalter in Wredenhagen (ebenfalls Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) die Vogelgrippe ausgebrochen. Hier mussten 30 Hühner und fünf Gänse getötet werden. In dem „Restriktionsgebiet“, das bis Wittstock reicht, gibt es Informationen des Landkreises zufolge 410 Tierhalter, bei denen rund 550 000 Hühner, Enten, Gänse und anderes Nutzgeflügel gehalten werden. Zuvor war im Dezember schon ein Ausbruch in einem Legehennen-Betrieb im Lärzer Ortsteil Krümmel gemeldet worden. Hier wurden 29.000 Tiere getötet.

Auch in Vorpommern-Greifswald Geflügelpest-Ausbruch

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist es erneut zu einem Geflügelpest-Ausbruch gekommen. Betroffen sei eine Geflügelhaltung in Klein Bünzow, wie der Landkreis am Dienstag mitteilte.

Die Einschleppung sei vermutlich nach dem 22. Februar geschehen. Im umliegenden Gebiet wurde ein Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Halter müssen hier ihr Geflügel in Ställen oder geschützt unterbringen. Außerdem gelten weitere Hygienemaßnahmen.

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Kommentare (1)

Alles Drama. Macht die Leute noch ängstlicher.