Gasgeruch in der Luft: Die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz musste zum Bahnwerk in die Thurower Landstraße ausrück
Gasgeruch in der Luft: Die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz musste zum Bahnwerk in die Thurower Landstraße ausrücken. In der Zierker Straße und in der Schlachthofstraße wurden Ende Januar bereits Kanal-Messungen durch die Feuerwehr Neustrelitz durchgeführt. Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz (Archiv)
Unangenehmer Gestank

Erneut Gasgeruch in Neustrelitz – Feuerwehr im Einsatz

Immer mal wieder trat in Neustrelitz Gasgeruch auf. Nun schon wieder und wohl im gesamten Stadtgebiet. Explosionsgefahr? Die Feuerwehr äußerte sich zur Ursache.
Neustrelitz

Der von der Freiwilligen Feuerwehr Neustrelitz gestellte Gefahrgutzug musste am Montagmorgen in die Thurower Landstraße ausrücken. Auslöser war Gasgeruch aus einem Rückhaltebecken. Der Einsatz war beim Gelände der DB Netz AG. Diese hatte vorsorglich die Arbeit eingestellt und das Areal evakuiert, da zunächst unklar war, was die Ursache war, hieß es von der Feuerwehr.

Feuerwehr misst Abgase

„Das Problem ist seit Jahren bekannt. Die Einsätze aufgrund auftretenden Gasgeruches konzentrierten sich immer wieder auf die Zierker Straße, die Semmelweißstraße und die Adolf-Friedrich-Straße“, sagt Thomas Tschirch von der Feuerwehr Neustrelitz. Prompt wurde die Kameraden kurz nach dem Einsatz im Bahnwerk in die Zierker Straße gerufen, wo ebenfalls wieder Gas zu riechen war. Die Messungen der Feuerwehr ergaben aber kein explosionsfähiges Gemisch, so Tschirch.

Die Stadtwerke wurden daraufhin von der Feuerwehr benachrichtigt. Wie bei sofort eingeleiteten Messungen festgestellt wurde, habe es sich wieder um Kanalausgasungen gehandelt. Eine Gefahr habe jedoch nicht bestanden.

Ausdünstungen im gesamten Stadtgebiet

Die Stadtwerke-Mitarbeiter waren gemeinsam mit der Feuerwehr unterwegs, um Messungen vorzunehmen. Es sei davon auszugehen, dass die Kanalausdünstungen im gesamten Stadtgebiet von Neustrelitz auftreten werden, bis das Abwasser in der Kläranlage angelangt sei, so die Stadtwerke. Als Ursache konnten industrielle Einleitungen in das Abwassernetz festgestellt werden. Als Urheber vermutete die Feuerwehr die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH. Das Pumpwerk an der Einleitungsstelle sei sofort außer Betrieb genommen worden.

Erneut werden die Bürgerinnen und Bürger um Informationen gebeten, wenn Gasausdünstungen im Stadtgebiet festgestellt werden (Telefon: 03981 474-0).

Bereits Anfang des Jahres, am 24. und 25. Januar, wurde die Feuerwehr aufgrund des Gasgeruchs in die Zierker Straße und in die Schlachthofstraße gerufen. Zudem informierten die Stadtwerke bereits in der vorigen Woche über Gasgeruch im Stadtgebiet. Anwohner aus der Adolf-Friedrich-Straße hatten den Nordkurier kurz nach dem jüngsten Messeinsatz der Feuerwehr auf vermehrten Gasgeruch in ihrer Straße aufmerksam gemacht. Eine Mitarbeiterin der Ostmecklenburgischen Bahnwerk GmbH teilte mit, dass das Problem bekannt sei, konnte aber nicht bestätigen, dass das Unternehmen verantwortlich sei. Sie verwies an die Werkstattleitung. Eine Antwort der Werkstattleitung steht aber noch aus.

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