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Falsche Stadtwerke-Mitarbeiter wollen Neustrelitzer abzocken

Betrüger haben in Neustrelitz mit einer neuen Masche versucht, an Geld zu kommen. Es geht dabei um Energieverträge.
Betrüger haben in Neustrelitz mit einer neuen Masche versucht, an Geld zu kommen. Es geht dabei um Energieverträge.
© M. Schuppich

Einen Energievertrag an der Haustür abschließen? Davor warnen gegenwärtig die Neustrelitzer Stadtwerke. Denn Betrüger sind mit dieser Masche darauf aus, Neustrelitzer um ihr Erspartes zu bringen.

In Neustrelitz sind  erneut Betrüger unterwegs gewesen. Sie geben sich als Vertreter der Stadtwerke aus. In Kiefernheide haben sie beispielsweise versucht, an der Haustür Energieverträge abzuschließen oder an private Informationen zu gelangen, informieren die Neustrelitzer Stadtwerke. Gleichzeitig teilt das Unternehmen mit, dass im Auftrag der Stadtwerke "generell niemand mit derartigen Aktivitäten beauftragt" worden sei. Auch vor Telefonbetrügern warnen die Stadtwerke in diesem Zusammenhang noch einmal und bitten darum, beispielsweise Bankdaten auf keinen Fall preiszugeben. "Die Bürger sollten sich nicht verunsichern lassen und vor allem nichts unterschreiben, was in unserem Namen vorgetragen wird", betont Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke. Wer unsicher sei und unter Druck gesetzt werde, solle sich in jedem Fall Bedenkzeit erbeten. Die Kundenberater der Stadtwerke stehen für weitere Informationen zur Verfügung. Sie sind unter der Telefonnummer 03981 474161 bis 165 zu erreichen.

Die Neustrelitzer Stadtwerke werden nicht das erste Mal für Betrüger-Maschen benutzt. Anrufer hatten vor einem Jahr versucht, an Kontodaten ihrer Opfer zu kommen. Die Stadtwerke haben darüber informiert und warnen vor falschen „Mitarbeitern“. Diese nutzen momentan die Handynummer 015 2 23730033, die im Internet bereits als unseriös bewertet ist. Bei Rückruf durch unsere Redaktion meldete sich nur eine Sprachbox.

Nach Aussage von Roland Horvay, Betriebsleiter der Stadtwerke, behaupten die Anrufer der Firma Sorglos Strom, im Auftrag des Neustrelitzer Unternehmens zu handeln. Zum Repertoire gehöre es, sich auf angeblich nicht beantwortete Schreiben zu beziehen und nun die Bankverbindung erfragen zu müssen. Dabei wird auch Druck ausgeübt. So behaupten die Anrufer, der Kunde verliere Vergünstigungen, wenn er nicht umgehend Auskunft gebe. Auch mehrmalige Telefonate seien üblich, die Opfer würden regelrecht „terrorisiert“. Horvay verwies darauf, dass die Stadtwerke grundsätzlich nur mit Kundenbriefen arbeiten. Auch Haustürgeschäfte gebe es nicht. „Ich bitte darum, uns über Anrufe oder Mails in unserem Namen umgehend zu informieren. Mit Sicherheit gibt es eine Dunkelziffer.“ Die Stadtwerke prüfen rechtliche Schritte.